Mein Sohn wird groß. Passend zu seinem 4. Geburtstag ist sein Kinderbett endgültig zu klein geworden. So haben wir uns schon Anfang des Jahres auf die Suche gemacht, ein neues Bett zu finden.
Nach den Kriterien: Holz, Hergestellt in Deutschland, ohne Chemie, nicht lackiert oder bemalt, mit Spaß und Spielcharakter, bezahlbar.
Die Suche war Anfangs nicht einfach, doch irgendwann wurden wir fündig. Nach einigen Telefonaten mit dem Hersteller und Freunden, die – wie der Zufall es wollte – auch ein Bett von dieser Firma besitzen. So habe ich es 8 Wochen vor dem Geburtstag bestellt und mir wurde von einer sehr freundlichen Mitarbeiterin versichert, das es pünktlich kommen würde. Und so war es, es kam sogar eine Woche früher. Was wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht ahnten, das wir noch viel Geduld beweisen sollten, bis endlich das neue Bett im Zimmer stand.
Die unendliche Aufbaugeschichte in 5 Akten
Als das Bett geliefert wurden, waren wir die letzten, die bei der Spedition auf dem Plan standen. Abends um 22:00 Uhr standen sie bei uns vor der Tür. Das erste was uns mitgeteilt wurde, war, dass das Bett nicht vollständig wäre. Zu unserem Unglück fehlte das Wichtigste an dem Bett: die Lattenrostbretter und die Stückliste. So mailte ich noch am selben Abend den Hersteller an und forderte die fehlenden Teile an. Die wurden auch zwei Tage später geliefert. Doch es stellte sich wieder heraus, das weitere Teile fehlten. Zwischenzeitlich versuchten wir das Bett aufzubauen. Wir hatten eine bebilderte Anleitung. Doch leider gab es keine Nummerierung sowohl an den Einzelteilen als auch an der Beschreibung, sodass wir uns wie bei einem großen 3D-Puzzle vorkamen. Erschwerend kam hinzu, das wir eine Sonderanfertigung bestellt hatten, nämlich eine Mischung aus Piratenschiff- und Feuerwehrbett.
Wer zu diesem Zeitpunkt dachte, wer Ikea-erprobt ist, bekommt alles aufgebaut, sollte sich an dieser Stelle täuschen. Nein, es war nicht möglich. Erst verschiedene Telefonate mit dem Hersteller fügten das Puzzle zusammen, um dann festzustellen, das uns falsche Teile geliefert wurden. Mittlerweile waren wir schon bei Tag 4 des Aufbaus angekommen und die Nerven waren doch schon sehr strapaziert. Ostern lag dazwischen und der Geburtstag von Sohnemann näherte sich mit großen Schritten. Erst zwei Tage nach seinem Geburtstag kamen die letzten Teile, die dafür ausschlaggebend waren, das aus einem normalen Doppelstockbett ein Piraten-Feuerwehrbett mit Bug, Feuerwehrstange und Steuerrad wurde.
Als wir die letzten Teile anschrauben wollte, stellten wir fest, das bei der letzten Lieferung die Schrauben vergessen wurden. Ich muss gestehen, ab dem Zeitpunkt waren die Gespräche mit dem Hersteller weniger freundlich und wir besorgten uns kurzerhand die Schrauben im Baumarkt. Endlich stand das Bett nach 2 Wochen und 1000 gefühlten Telefonaten mit dem Hersteller fertig im Kinderzimmer – nun, leider fehlt bis heute ein Zusatzbauteil nämlich der Anker am Bug. Weitere Worte erübrigen sich…..
Fazit
Wer jetzt nach so einem Bett sucht, ich kann das Bett selber wirklich empfehlen. Tolle Handarbeit, tolles Holz ohne Behandlung, gut verarbeitet, das Bett selber ist perfekt. In den ersten Tagen hat es wunderbar nach frischem Holz gerochen. Die Kanten sind kindersicher abgerundet und es sind keine Splitter oder raue Stellen zu finden.
ABER, und das trübt die Freude an dem tollen Bett, der Service ist eine einzige Katastrophe. Das fängt bei der nicht verständlichen Aufbauanleitung an bis hin zur 5-fachen Lieferung von einzelnen Teilen, dem immer wieder anfordern, anrufen, anmailen und der Tatsache, das wir mit einem sehr muffeligen Chef sprechen mussten, was die Sache nicht unbedingt erleichterte.
Der Name “Abenteuerbetten” ist Programm und wir haben keinen einzigen Part ausgelassen. Wie sagte mein Aufbauheld “man gut, das man so ein Bett nur einmal im Leben kauft” und ich bin froh, das er weit aus geduldiger ist, als ich es bin und ich die Schuldige war, die es bestellt hat :-)
Hier nun ein paar Bilder von unserem Piratenbett, das auch Erwachsenentauglich ist. Mein Held der Arbeit durfte es schon ausprobieren :-)

PS: Das tollste an dem Bett ist, das, seit dem wir es haben, Sohnemann jeden Abend quengelt und bei uns schlafen will… ich sag jetzt nichts mehr….