Im September 2003 haben wir uns für eine 4 wöchige Reise nach Kanada entschieden. Die Zeit ging wie immer viel zu schnell vorbei, sodass wir gar nicht alles erkunden konnten. Das Land ist so riesig. Von Deutschland aus kann man sich gar nicht vorstellen, welche Entfernungen man zurück legen muss, um von Toronto nach Neufundland zu kommen.
Wie immer hatten wir uns ein Mietauto genommen. Glücklicherweise haben wir ein größeres Auto bekommen als wir bestellt haben. So konnten wir bequemerweise einen Ford Taurus fahren, mit dem wir insgesamt fast 10.000 km gefahren sind.

In der Karte ist unsere Reiseroute eingezeichnet und die Orte benannt. Von Deutschland aus hatten wir nur den Flug und das Mietauto gebucht. Vor Ort haben wir uns jeden Tag ein neues Tagesziel gesetzt, sodass wir jeden Abend in einem anderen Motel oder Bed & Breakfast übernachtet haben. So konnten wir fast täglich neue Leute kennen lernen. Am ersten Abend haben wir Burke und Kenneth in Brighton kennen gelernt, die ein wunderschönes kleines Bed & Breakfast (Butler Creek – Country INN) führen. In Neufundland wurden wir von Kim in Glovertown herzlichst aufgenommen. Auch Sie führt ein klasse B&B, hier ist ihre Homepage “The Schooners Inn “.

Leider stimmen in meinem Reiseführer die Preise für Motels nicht mehr. Für rund 30$ bekommt man leider keine Doppelzimmer mehr. Heute muss man schon 50$ + Tax rechnen. Ansonsten ist das Benzin sehr viel billiger als in Deutschland. Essen gehen oder Lebensmittel einkaufen ist leider sehr viel teurer. Für die Nationalparks bezahlt man pro Person 5 $ Eintritt und wenn man mehrere Nationalparks über 1 Jahr besuchen möchte, lohnt sich der Kauf eines Jahres-Nationalpark Ticket für 45 $ pro Person.
Insgesamt hat mir der Urlaub richtig gut gefallen. Die Kanadier sind sehr nette, aufgeschlossene Leute, vor allem wenn man erwähnt, dass man aus Deutschland kommt. Fast jeder 2. Kanadier hat Vorfahren aus Deutschland, zumindest kam es mir so vor, wenn wir es erwähnten (-: !

In Quebec hatten wir leider Probleme mit der französischen Sprache. Ich habe dem Reiseführer nicht geglaubt, dass außerhalb von Montreal, d.h. auf dem Lande die Leute kein Englisch sprechen. Leider war das wirklich so. Problematisch ist, dass die Quebecer die Engländer, “Ontarioaner” und Franzosen nicht leiden können. Erst nachdem wir erfahren hatten, dass es vom Vorteil sein kann, wenn man erwähnt, dass man aus “Europe” im Besonderen aus “Allemagne” kommt, hatten wir weniger Probleme, z.B. eine Übernachtung zu finden.

Nichts desto trotz konnten wir überall schnell Kontakte knüpfen, sodass wir sehr viel über die “Denkweise” und “Ansichten” der Kanadier erfahren konnten.
Besonders positiv ist mir die Sauberkeit, vor allem der Sanitären Einrichtungen, aufgefallen. Egal wo man hin kam, Autobahn oder Nationalpark, alles war sauber und aufgeräumt. Weggeworfenen Müll findet man so gut wie gar nicht.
Fazit: Ich persönlich habe mich in das Land verliebt und ich hoffe, dass ich so schnell wie möglich wieder rüber fliegen kann und dann wird meine erste Station “Neufundland” sein!