Gustav
ich lebe wieder
07. Mrz
Hat es mich die letzten 2 Tage erwischt. Aber so richtig. So schlimm, das ich gestern mindestens 20 Stunden in der Horizontalen verbracht habe und keine Sekunde lang den PC an hatte. Das Indiz, dass es mir wirklich sehr schlecht ging. Schon wieder so ein Kindergartenmutantenkillervirus. Aber ich lebe wieder. Und so habe ich mich gefreut, das in den letzten 2 Tage richtig viele Bilder für zwölf2010 eingetrudelt sind, die ich vorhin auch gleich hoch geladen habe. Mein Wunsch, viel Frühling zu sehen, ist ja nun leider nicht in Erfüllung gegangen, sodass ich diesen auf April verschieben muss.
Das gemeine an diesem Kindergartenmutantenkillervirus ist, dass die Eltern erst Tage später betroffen sind, wenn es dem Kind wieder gut geht. So gut, das es nur Blödsinn im Kopf hat. So hat doch der Sohnemann heute morgen, noch vor dem Frühstück, ein halbvolles Rotweinglas vom GG, das noch von gestern Abend auf dem Tisch stand, vor Wut vom Tisch gefegt, weil er mal wieder etwas nicht tun durfte. Nicht nur, dass das Lieblingsglas vom GG in tausend Glasstücke zerschellte, nein der Inhalt ergoss sich über unsere fast neue cremefarbene stoffbezogene Couch. Ich hätte heulen können. Als Rotweinliebhaber haben wir entsprechende Mittelchen zu Hause und so haben wir den halben Tag damit verbracht, diese wieder zu säubern. Die riesigen Flecke sind (scheinbar) herausgegangen, auch wenn die Couch jetzt nach einem Chemielabor riecht und noch nass ist.
Dieses Wut-Weggeschmeiße ist zur Zeit so schlimm, das kommt gleich nach dem Hauen. Meistens in der Reihenfolge: ich sage nein, er wirft vor Wut was weg, ich gehe hin und sage zu ihm das er das nicht machen soll, dann haut er mich und ich halte seine Hände fest, dann haut er noch einmal und ich werde laut, dann weint er und kommt zu mir und macht Ärmchen und sagt “ei”. Dann geht das für 5 Minuten gut, er spielt oder macht Spaß bis er wieder was entdeckt, was er unbedingt haben will aber nicht haben darf. Ich bin nur noch am wegräumen, wegschließen usw. Im nächsten Leben werde ich Knastwärterin
Man gut das morgen wieder Kiga-Time ist, das WE hat uns doch sehr geschlaucht, weil die oben beschriebene Szene stundenlang so geht, wenn wir sie nicht durch Mittagessen, Mittagsschlaf, spazieren gehen, Schweinchen füttern, Buch lesen, malen oder baden unterbrechen würden. Jetzt liegt der Sohnemann frisch gebadet im Bett und ich werde meine Erkältung weiter kurieren gehen. Nachher kommt mein Frauen-Herz-Schmerz-Film im Zweiten….
Momentaufnahmen
21. Feb
Terrorzwerg mit Tentakelarmen
19. Feb
Ich muss gestehen, ich habe die letzten Monate nicht zu würdigen gewusst. Wie friedlich es hier war, wie sicher. Seit einer Woche ist alles anders. 5cm sind daran Schuld! Gustav hat einen Wachstumsschub hingelegt und ist jetzt sage und schreibe 85cm groß (ich weiß, eigentlich ist das noch nicht so viel, sein Kumpel ist schon 10cm größer) aber, was an diesem 85 cm so neuartig ist: Gustav kommt jetzt an alle Türklinken. Er kommt an Schränke und Schubladen, die vorher immer als sicher galten. Sein neuster Clou: Kombination Auto auf Tisch, Stuhl auf Tisch und dann da rauf. Egal wie Halsbrecherisch die neue Kombination ist, es muss ausprobiert werden. Da Gustav seit einer Woche komplett wegen seiner Erkältung zu Hause ist und es ihm mittlerweile wieder richtig gut geht, ist hier kein halten mehr. Vorhin hat er mein Kosmetik-Regal auseinander genommen. Boah war ich stinksauer. Jetzt sind alle wichtigen Türen abgeschlossen und die Schlüssel dazu kindersicher verstaut. Seine Wutanfälle sind leider überhaupt nicht besser geworden. Vor allem das Hauen und “Wut-Wegwerfen” sind wirklich krass. Und was das schlimmste ist, bei jedem “nein” oder “Laß das” wird ein ohrenbetäubendes Gebrüll losgelassen. Und kaum guckt man nicht hin, wird dort wieder dran gegangen, bis, ja bis, einem von uns der Kragen platzt. Es wird getestet bis zum bitteren Ende…
Ich muss hier aber mal was Positives sagen. Die Nein-Phase ist fast vorbei. Aus “nein,nein,nein” ist “haben” geworden…
Faschingsmuffel?
15. Feb
Morgen ist im Kindergarten große Faschingsfeier. Seit November freue ich mich darauf, eins von den wunderschönen Kostümen, die mir Mareike als Leihgabe zur Verfügung gestellt hat, Gustav anzuziehen. Und was macht mein Sohn? Bekommt gestern einen schlimmen Husten und heute früh Fieber dazu. Den Tag haben wir gut mit einem Fieberzäpfchen überstanden. Mal sehen wie die Nacht wird und ich glaube nicht daran, dass er sich das mit der Feier bis morgen überlegen und hingehen wird. Ach menno, so schöne Kostüme. Hätte er nicht noch ein paar Tage warten können?
Dabei sieht Gustav so toll in den Kostümen aus. Testaufnahmen von der Kostümprobe….
Bild 2 stellt übrigens einen Indianischer Tanz mit Gesang dar. Aus Mangel an echten Utensilien wurde mit Besen und Schrubber geübt.
mal wieder ein poladroid
12. Feb
Foto des Tages: Buntstiftclowns
12. Feb
Schuhkünstler
06. Feb
Ein Eintrag fürs Tagebuch: Gustav hat sich heute das erste Mal ohne unsere Hilfe seine Winter-Straßenschuhe, die halbhoch sind, alleine!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! angezogen. Wir saßen beide auf der Couch und Gustav hatte schon einen Schuh an. Ich fragte meinen GG ganz erstaunt, warum er ihm denn seine Straßenschuhe angezogen hätte und er meinte, das er das nicht war. Und so guckten wir beide ungläubig, währenddessen sich Gustav den 2. Schuh auch noch alleine anzog. Geht doch, dachte ich und nächste Woche geht er alleine in den Kiga und räumt sein Kinderzimmer selbstständig auf 
1.Kindergeburtstag
28. Jan
Heute waren wir zu unserem 1. Kindergeburtstag eingeladen. Gestern habe ich immer wieder Gustav erzählt, das wir heute zum 2. Geburtstag seines Freundes eingeladen sind. Aber so richtig für voll hat er das nicht genommen. Erst als wir uns heute Nachmittag angezogen haben und ich eine ganze Horde Luftballons mit mir schleifte, wurde er ganz aufgeregt. Natürlich wurde so lange genörgelt, bis der Sohnemann einen eigenen Luftballon bekam.
Die Feier war richtig schön. Die Jungs haben zusammen gespielt und sich gestritten. Sie sind wie die verrückten von einem Zimmer ins andere, zwischendurch wurde literweise Saft vertilgt. Kuchen gab es in rauen Mengen. Bücher wurden gelesen, Autos geschoben, die Luftballons dienten zwischendurch als “Draufschmeiß” Objekt. Es wurde gealbert, gelacht und manchmal auch eine Wutträne von Mama weggewischt. In den Betten wurde gehüpft und die Couch als Krabbelburg besetzt. Wie halt 2-jährige Jungs so sind…
Jetzt liegt der kleine Mann im Bett und schläft tief und fest.
1000xnein,nein,nein,nein,nein
25. Jan
1000xnein,nein,nein,nein,nein – NEIN ich übertreibe nicht. Wirklich nicht. Habe ich nicht letzten davon geschwärmt, wie viele Wörter mein Sohn sprechen kann? Ich muss das geträumt haben, denn diese sind verschwunden. Es gibt sie nicht mehr! Stattdessen hat sich der Sprachwortschatz auf ein Wort zurück gebildet: NEIN,NEIN,NEIN,NEIN
Heute gefühlte tausend Mal gehört. Kein Auto, keine Muh, kein HopeHope, kein Mama, kein GagGag, NEIN, es bleibt konsequent beim Nein, auch wenn Ja gemeint ist. Doch das herauszufinden artet in Wutanfällen und Schreiattaken aus, die nur durch ein lautes NEIN unterbrochen werden.
Bevor jetzt wieder die Kommentare mit der Phase kommen. Ich weiß, aber NEIN, diese Phase will ich nicht weiter haben. Sie soll jetzt auf der Stelle vorbei gehen und mein Sohn soll klar und deutlich formulieren, was er will! So, habe ich mich richtig autoritär ausgedrückt?

















