Buchtipp

mörderisches Hörbuch-Paket zu gewinnen

Oliver Bottini: Mord im Zeichen des Zen (Hörbuch)

Prolog

Als Johann Georg Hollerer am Samstagmorgen einen ersten Blick aus dem Küchenfenster auf die verschneite Hauptstraße von Liebau warf, hatte er eine Vision. Aus dem dichten Schneetreiben manifestierte sich ein asiatischer Mönch, der nur mit einer dunklen Kutte und Sandalen bekleidet war. Sein fast kahler, feuchter Schädel glänzte im trüben Morgenlicht. Langsam schritt er an Hollerers Küchenfenster vorbei Richtung Kirchplatz.
Dass er keiner Vision aufgesessen war, begriff Hollerer erst eine halbe Stunde später. Während er die Uniformjacke über dem ausladenden Bauch zuknöpfte, fiel ihm ein, dass er über dem rechten Ohr des Mönchs einen großen, dunklen Fleck bemerkt hatte. Hollerer kannte solche Flecken zur Genüge, in allen Stadien der Verfärbung, in allen Größen, in allen Körperregionen. Der Mönch hatte eine Wunde am Kopf.
Beunruhigt trat er zum Nachttischchen. Unter dem verstaubten Alten Testament lag seine Dienstpistole. Er hatte sie in dreißig Jahren kein einziges Mal getragen, geschweige denn benutzt. Jetzt hob er sie mit Daumen und Zeigefinger heraus.
Hollerer fand den Mönch auf dem Kirchplatz. Obwohl es noch immer stark schneite, saß er im Schneidersitz vor den Stufen der katholischen Kirche. Seine Augen waren geschlossen.
Zwanzig, fünfundzwanzig Liebauer hatten sich im Halbkreis um den Mönch versammelt. Flüchtig nickte Hollerer in die Runde. Der Bürgermeister war da, die beiden Pfarrer, andere Honoratioren, ein paar Bauern, ein paar Kinder. Niemand sprach. Nicht einmal ein erstauntes Flüstern vernahm Hollerer. Er hatte das Gefühl, alle warteten darauf, dass etwas geschah. Dass der Mönch die Augen aufschlug und erklärte, was er da machte und woher er kam. Oder dass jemand die Initiative ergriff.
Hollerer trat von der Seite bis auf zwei Meter an den Mönch heran. Da war die Wunde. Zehn Zentimeter lang, fünf Zentimeter hoch. Ein bläuliches Mal, an den Rändern gelbgrün, im Zentrum blaurot, von einem heftigen, versehentlichen Stoß oder einem gezielten Schlag. Hollerer wusste nicht weshalb, aber er tippte auf einen Schlag. Ein Schauer lief ihm über den Rücken.
«Wir müssen was tun, der erfriert uns ja», sagte Hollerer zu niemand Bestimmtem. In die Menge kam Bewegung, verhaltenes Stimmengewirr setzte ein.
Der Mönch rührte sich ebenfalls. Er hob den Kopf und schlug die Augen auf. Sie waren sehr schmal und wirkten, fand Hollerer, leblos und traurig. Langsam glitten sie über die Liebauer.
Auch auf Hollerer ruhten die schmalen Augen sekundenlang. Der Blick war merkwürdig. Nicht unfreundlich, aber merkwürdig. Wissend. Hollerer konnte sich den Blick nicht erklären. Der Mönch sah ihn an, als würde er ihn kennen. Als wüsste er etwas über ihn, das Hollerer selbst nicht wusste. Dann wandte der Mönch den Blick ab.

Du möchtest das Hörbuch-Paket, bestehend aus den Hörbüchern:
“Mord im Zeichen des Zen
“, “Im Sommer der Mörder“, und “Im Auftrag der Väter“,
jeweils gesprochen von der Schauspielerin Martina Gedeck,
von Oliver Bottini im Wert von 75€ gewinnen
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Dann nichts wie ran und beantworte mir die Frage:
Wer spielt die Hauptrolle in allen drei Romanen?

Beantwortet die Frage hier in den Kommentaren. Schreibt doch bitte dazu, ob ihr euer Hörbuchpaket von Oliver Bottini signiert haben wollt.
Einsendeschluss ist der 14.9.2010, 23:59 Uhr
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Ihr wollt eure Chance erhöhen und das Hörspielpaket unbedingt gewinnen?
Jeweils ein Paket verlosen auch: Simone, Katy, Helga und Miriam
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PS: Am 5. Oktober 2010 erscheinen von Oliver Bottini das vierte Taschenbuch “Jäger in der Nacht” und sein neues Hardcover-Buch “Das verborgene Netz

Eine Aktion von GirlsCanBlog

geblitzdingst

Als mich Patrick von neuzehn72 vor ein paar Wochen ansprach, ob ich nicht sein eBook Nikon SB-900 Praxisguide lesen möchte, war mein erster Gedanke “Oh Gott blitzen! Das Ding liegt doch nur in der Ecke rum, weil ich es nicht so richtig bedienen kann und bisher keine Lust hatte mich mit dem englisch-sprachigen Manual zu befassen”. Während sich mein rotes Teufelchen heftig dagegen wehrte und zeter und mordio schrie, verhielt sich mein innerer Schweinehund ganz ruhig und sagte sich, was ich denn zu verlieren hätte. Wenn es schlecht geschrieben ist, lege ich es halt wieder in die Ecke. Also schrieb ich Patrick, das ich es gerne lesen würde und er stellte es mir zur Verfügung.

Und so machte ich mich vor ein paar Abenden auf und fing an, das Tutorial zu lesen. Ich habe mich schnell in den Sprachstil eingefunden. Es liest sich sehr zügig und ist so geschrieben, dass ich es als Blitzlaie sofort verstanden habe. Anhand praktischer Beispiele wird erklärt, wo und wann ich welche Einstellungen am Blitz vornehmen sollte. Dabei erklärt er sehr ausführlich, was i-TTL und das Nikon Creative Lighting System ist.

Am Anfang dachte ich, dass mir das Tutorial gar nichts bringt, weil ich nur ein Nikon SB-600 habe. Doch Patrick erklärte mir, das es keinen großen Unterschied geben dürfte. Ich habe auch nur drei Dinge gefunden, die unterschiedlich sind. Im 8. Kapitel erklärt er die Zusatzelemente Diffusor, Streuscheibe und Reflektorkarte. Mein SB-600 hat keinen Diffusor. Diesen müsste ich mir wahrscheinlich extra zulegen. Ein weiterer Unterschied betrifft nicht den Blitz, sondern den Kamertyp. In seinem Tutorial verwendet er die D700, ich benutze die D90. Auf Seite 24 beschreibt er die FP Kurzzeitsynchonisation und zeigt Bilder vom Menü der 700. Das sieht bei der D90 bis auf einen Punkt gleich aus, statt 1/250 Sek. steht hier 1/60 Sek.

In Kapitel 12: Blitzleistung, Entfernung beschreibt er auf S. 49, dass der Blitz die Entfernung anzeigt und man somit die Blitzleistung bestimmen kann (doppelte Entfernung benötigt die vierfache Blitzleistung). Fotos vom Display sind dazu abgebildet. Diese Funktion besitzt das SB-600 nicht. Die Entfernung bzw. die Blitzleistung muss ich bei meinem Blitz wahrscheinlich schätzen.

Im Nachhinein finde ich es sehr schade, dass ich mich nicht schon früher mit meinem Blitzgerät ausführlich befasst hatte und natürlich, dass ich das eBook erst jetzt bekommen habe. Denn endlich habe ich viele Funktionen überhaupt verstanden. Es ist so gut geschrieben, dass jeder Fotografie-Neuling damit einsteigen und üben kann. An letzterem hapert es noch, weil ich momentan keine Gelegenheit habe, die neu gelernten Funktionen einzusetzen.

Ich habe alle beschriebenen Funktionen an meinem Blitz ausführlich getestet. Sie waren alle leicht verständlich und ich habe sie sofort gefunden. Püppi musste für meine Versuche ziemlich lange stillsitzen und die Blitze über sich ergehen lassen. Aber was tut man nicht alles für ein ausgiebiges Testing… Ich war erstaunt, was kleinste Änderungen am Blitz für Auswirkungen auf das Motiv haben. Die Püppi-Studie zeigt das ganz deutlich.

Ich war nur von einem Kapitel enttäuscht: 9 Entfesselt Blitzen. Ich habe zwar nun endlich verstanden, was sich hinter diesem komischen und völlig ungeeigneten Begriff verbirgt, doch wie ich es einsetzen kann, dazu schreibt er: “Wie man die Master-Slave Funktion einrichtet möchte ich hier nicht beschreiben, da das sehr gut in der Anleitung des SB-900 und der Kamera nachzulesen ist“. Da habe ich wohl mit meinem englisch-sprachigen Tutorial des Blitzgerätes leider Pech gehabt, denn das steht da schon gar nicht gut und auch nicht ausführlich drin. Daher wäre mein Wunsch, dass das Kapitel erweitert wird.

Wer nun Blut geleckt hat und sich sagt, was Jana lernen kann, kann ich erst recht, dem empfehle ich den Nikon SB-900 Praxisguide von Patrick Ludolph.

Das eBook beinhaltet 12 Kapitel (52 Seiten) und kostet 7 Eur.

Inhaltsverzeichnis des SB-900 eBooks

Dies ist das aktuelle Inhaltsverzeichnis des SB-900 eBooks. Diese ändert sich natürlich mit jedem Update.

  1. Einführung
  2. Zwei Belichtungsmesssysteme (Kamera und Blitz)
  3. TTL BL Aufhellblitz
  4. FV-Blitzmesswertspeicher
  5. FP-Kurzzeitsynchronisation
  6. Belichtungskorrektur in Blitz und Kamera
  7. Problem Hitze beim SB-900
  8. Diffusor, Streuscheibe und Reflektorkarte
  9. Entfesselt Blitzen – Master und Slave
  10. M oder A Modus?
  11. Kamera-Setup für Blitzfotografie
  12. Blitzleistung, Entfernung und Blende – die Mathematik des Blitzens

Weitere Kapitel sind bereits in Planung.

Buchtipp für e-mail-Fans

Vor ca. mehr als einem Jahr habe ich Gut gegen Nordwind gelesen. Ein Buch, welches mich sofort fasziniert hat, weil mir bestimmte Dinge darin sehr bekannt vor kamen. Ich berichtete davon. Vor ein paar Tagen las ich im Amazon Forum einen Beitrag, in dem eine junge Frau nach einer ähnlichen Literatur wie Gut gegen Nordwind und seinem Nachfolger Alle sieben Wellen fragte. Überrascht war ich von der hohen Anzahl von Buchtipps und zwei davon haben mich direkt angesprochen.

Vor einer halben Stunde habe ich ein Titel davon “Lilienrupfer” zu Ende gelesen. Wieder ein Buch, das mich in seinen Bann gezogen hat. Denn noch vor einer Stunde dachte ich, dass sich das Happy End ganz schön in die Länge zieht und ich wollte eigentlich die letzten 10 Seiten auslassen. Man gut das ich es nicht getan habe. Denn jetzt bin ich schockiert. Doch an dieser Stelle möchte ich das Ende nicht verraten und euch empfehlen, es selbst zu lesen.

Stattdessen möchte ich kurz eine meiner Lieblingsstellen aus dem Roman zitieren:

“Ich finde den Gedanken einer vorbestimmten Verbindung sehr hübsch”, schreibt Sauvageot und verweist auf eine Legende aus Japan. Bei der Geburt, so heißt es darin, binde der Mond den Fuß eines künftigen Mannes mit einem roten Band an den Fuß einer künftigen Frau. Im Leben sei dieses Band unsichtbar, doch wenn diese beiden Menschen sich fänden, erreichten sie höchstes Glück auf Erden. Die, denen das nicht vergönnt sei, verbrächten ein Leben in Unruhe und Trauer. Erst nach ihrem Tode, erst in der anderen Welt erlebten sie ihr Glück, denn dort könnten sie sehen, an wen das rote Band sie bindet.” S.10

Das zweite bestellte Buch “Singvogel” liegt noch ungelesen neben mir. Ich bin gespannt, was mich dort erwartet…

Update: Seit gestern Abend habe ich auch Singvogel zu Ende gelesen. Es war nicht schwer, in das Buch hinein zu kommen, auch wenn ich die Erzählweise teilweise eher langweilig und schon fast vorausschauend fand. Im Nachhinein befürchte ich aber, dass das genau so gewollt war, denn der Höhepunkt auf den letzten 5 Seiten war grausam. Er hat mich aus dem Bett geschmissen und mich fast zum heulen gebracht. Irgendwie sollte man doch so zart besaitete Leserinnen wie mich vorwarnen. Aber ich verrate nichts…

Leider habe ich den Nachfolger von “Gut gegen Nordwind”, “Alle sieben Wellen” noch nicht gelesen. Hat es jemand meiner Leser zu Hause und würde es mir leihen oder tauschen?

Buchprojekt Geburtsberichte

Kassiopeia hat eine tolle Idee. Sie möchte aus ganzen vielen spannenden und unterschiedlichen Geburtsberichten ein Buch zusammen stellen. Und da ich diese Idee ganz toll finde, habe ich mich mit meinem Geburtsbericht auch daran beteiligt. Bisher haben sich 12 Mütter gefunden, die ihre persönliche Geschichte geschickt haben. Und da ich das noch ganz schön wenig finde, wollte ich hier ein bisschen Werbung dafür machen. Dieser muss nicht im Internet (wie meiner) veröffentlicht sein und kann auch handschriftlich an Kassiopeia geschickt werden.

Wer auch mitmachen will, der kann hier nachlesen. Bis Ende des Jahres werden die Geschichten gesammelt. Genügend Zeit also zum aufschreiben :-)

Gastartikel: mrsjustusjonas Büchercouch

Urlaubsvertretung Tag 7

mrsjustusjonas Büchercouch

ein Gastartikel von mrsjustusjonas

Heute geht’s auf die Büchercouch mit mrsjustusjonas! Ich habe mich bei meiner Auswahl um Bücher bemüht, die nicht auf jeder Bestsellerliste stehen, es aber mehr als wert sind. Ich hoffe, es ist auch für Euch noch ein Lesejuwel dabei!

Es gibt drei Kategorien:

  1. Liebesherzschmerz (für Jana – und uns Frauen)
  2. Kinderbuch für die Kleinen (und Sohnemann)
  3. Fantasy für alle, die’s magisch mögen (und Jana’s GG)

Liebesherzschmerz

Normalerweise lese ich eher Krimis und Thriller und schaue auch nur sehr selten Liebesfilme oder –komödien, zu Tränen gerührt hat mich dabei nie zuvor etwas. Aber für ,,Mitten ins Gesicht“ von Kluun brauchte ich gleich eine Großpackung Taschentücher!
Laut spiegel online ,,Ein ungewöhnliches Buch, das mit voller Wucht zuschlägt und den Leser mitten ins Herz trifft“. Besser hätte ich es nicht sagen können.
Tagebuchähnlich erzählt uns der Ich-Erzähler Stijn von der Krebserkrankung seiner Frau Carmen und wie er ihr beizustehen versucht, aber völlig überfordert ist und sich in Affären flüchtet. Stijn’s Gefühle von Liebe bis Verzweifelung gehen auf den Leser über und man leidet mit – hofft das Beste und weiß dennoch, dass es kein Happy End geben wird.
Ungewöhnlich ist neben der wahren Geschichte auch die direkte Sprache, die an einigen Stellen extrem ist. Aber davon sollte man sich nicht abschrecken lassen – sondern sich in diese bewegende und authentische Liebesgeschichte hineinziehen lassen.
Auch die einzelnen Kapitel, die mit einem Popmusikzitat beginnen und zwischendurch per Einschub-Kästchen aufgelockert werden, geben dem ganzen eine jugendliche und ungezwungene Auflockerung, die diese Geschichte so besonders macht.
Und wer nach dem Lesen noch Tempos (und Tränen) übrig hat, der liest die Fortsetzung ,,Ohne Sie“.

Kinderbuch
Für die kleinen Leser oder besser Zuhörer empfehle ich „Heule Eule“ von Paul Friester. Die Geschichte dreht sich um eine kleine Eule, die auf dem Waldboden sitzt, sich die riesigen Augen aus dem Kopf heult und niemand weiß warum. (Welchem Elternteil kommt das jetzt nicht bekannt vor…?!)
Die Waldbewohner Igel, Rabe, Hirschkäfer, Eichhörnchen und Maulwurf geben sich alle Mühe, das Eulenkind mit Steinchen, Nüssen oder auch Geschenken abzulenken und zu trösten – doch leider ohne Erfolg.
Das Weinen endet erst, als Mama-Eule erscheint und ihre großen Flügel um Ihr Kleines legt. Die Pointe der Geschichte, warum die kleine Eule so schrecklich geweint hat, wird jetzt und hier natürlich nicht verraten.
Ein wunderschönes Buch mit vielen tollen Bildern für alle Eltern mit Kindern, die sich auch öfters in ihre Gefühle hineinsteigern und von selbst nicht hinauskommen. Die offene Auflösung am Ende fordert die Kinder, eine eigene Erklärung zu finden.

Fantasy
Für diesen Teil des Artikels ist mrjustusjonas mit auf die Couch geklettert und hat eines seiner liebsten Fantasy-Bücher mitgebracht. Allen, die „Fantasy-Neo-Klassikern“ wie Harry Potter oder Eragon etwas abgewinnen können und sich gerne mal wieder so richtig in eine andere Welt entführen lassen möchten, denen sei der erste Band der „The Black Magician-Trilogy“  ,,Die Gilde der schwarzen Magier: Die Rebellin“ von Trudi Canavan ans Herz gelegt
Die Autorin nimmt uns mit in die Welt des Mädchens Sonae, die sich in der unteren Schicht der Gesellschaft mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mittel durchzuschlagen versucht. Ihr Leben spielt sich in der Hauptstadt des Landes Kyralia ab, das beherrscht wird von einer adligen Oberschicht sowie der Gilde der „Schwarzen Magier“, den sog. „Häusern“. Den Gegenpol zu dieser ,,legalen Oberschicht“ bildet die Fraktion der „Diebe“, die in den Armenvierteln die wahre Macht darstellt. Der Gesellschaftsaufbau wird vervollständigt durch die Mittelschicht der Handwerker, Händler und Bürger.
Die Grenzen zwischen diesen Schichten sind klar definiert, wobei sich Diebe und Magier nur bei einer Gelegenheit begegnen: Alljährlich wird die Hauptstadt Imardin durch die Zauberer von den Angehörigen der Unterschicht „gesäubert“. Die Geschichte unserer Heldin beginnt, als solch eine Säuberung unmittelbar bevorsteht…
Die folgenden Geschehnisse sind derartig lebendig und detailliert, erlebbar und spannend geschildert, dass man sich der Geschichte kaum entziehen kann, einfach eine geniale Reihe, die einen nur gierig auf die Fortsetzung warten lässt, aber auch dieser Wunsch wurde grade mit „Sonae – Die Hüterin“ erfüllt.

Gastartikel: Buchtipps

Urlaubsvertretung Tag 3

Einmal quer durch mein Bücherregal

ein Gastartikel von Antje

Damit während Janas Urlaub auf ihrem Blog keine Langeweile aufkommt, ist es heute meine Aufgabe Bücher vorzustellen. Ich habe mich dabei ganz bewusst nicht auf Janas Lieblingsgenre eingelassen, sondern versucht, Alternativen aufzuzeigen. Ich selbst hab mich lange, lange Zeit auf nur wenige Genres beschränkt und dabei unglaublich viel verpasst. Darum möchte ich euch nun mitnehmen auf eine kleine Reise durch mein bescheidenes Bücherregal und euch Bücher aus den unterschiedlichsten Bereichen vorstellen. Es sind zu einem Bücher, von denen wohl schon jeder einmal etwas gehört hat oder man zumindest die Verfilmung kennt. Es sind aber auch Bücher, die eher unbekannt sind und auf die ich hier aufmerksam machen möchte.
Wenn ihr eines der Bücher schon einmal gelesen habt, schreibt mir – und vor allem Jana – doch eure Meinung. Ich kenne die Bücher schließlich schon, Jana muss noch überzeugt werden.

Waris Dirie: Wüstenblume
Inhalt: Vom Nomadenleben in der somalischen Wüsten zum angesagten Topmodel – ein Traum. Doch zugleich ein Alptraum für Waris Dirie, denn sie wurde im Alter von fünf Jahren Opfer eines grausamen Rituals: Sie wurde beschnitten. Nach ihrer Flucht aus Afrika wird sie in Amerika als Model entdeckt und spricht dort öffentlich über die Beschneidung, die immer noch unzähligen Mädchen auf der ganzen Welt angetan wird.

Meine Meinung: Ich bin auf das Buch durch die Verfilmung aufmerksam geworden, die letztes Jahr im Kino anlief. Ich hab zunächst den Film gesehen und war tief beeindruckt und zugleich vollkommen schockiert. Zu Weihnachten habe ich mir dann das Buch schenken lassen und noch einmal einen ganz neuen Eindruck von Waris Diries Leben erhalten. Der Film kann nun mal nicht alles vermitteln, was in dem Buch steht.
Neben der aufklärenden Wirkung über die Genitalverstümmelung zeigt das Buch auch zwei Welten auf, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Zum einen das ärmliche Nomadenleben in Somalia, zum anderen das luxuriöse Leben in Amerika, wo es für selbstverständlich gilt, wenn Wasser aus dem Wasserhahn sprudelt.

David Safier: Mieses Karma
Inhalt: Die Fernsehmoderatorin Kim Lange lebt für ihre Karriere, darunter muss auch ihre kleine Familie häufig leiden. Ihr größter Moment ist es, als sie den Deutschen Fernsehpreis gewinnt – dumm nur, dass sie noch am selben Abend von den Trümmern einer herabstürzenden russischen Raumstation erschlagen wird.
Als Kim wieder zu sich kommt, hat sie sechs Beine, zwei Fühler und einen riesigen Hintern – sie wurde als Ameise wiedergeboren. Im vorherigen Leben zu wenig gutes Karma gesammelt, erhält sie prompt die Rechnung.
Um zu verhindern, dass sich ihr Mann mit einer Neuen vertröstet und vor allem um bei ihrer Familie zu sein, bleibt ihr nur eine Möglichkeit: Gutes Karma sammeln.

Meine Meinung: Ich hab das Buch zu Weihnachten an meine Mutter verschenkt. Der lustige Klappentext hatte mich irgendwie angesprochen und meine Mutter bevorzugt eher leichte Lektüre, da erschien mir das ganz passend.
Die ersten Seiten dieses Buch waren unglaublich witzig. Tolle und absurde Vergleiche bringen einen zum lachen und versprechen mehr. Das Versprechen wird leider nicht gehalten. Zum Ende hin verliert das Buch an Charme und Witz und wird zeitweilig auch etwas zäh. Das Ende an sich erscheint mir etwas, nun ja, erzwungen, frei nach dem Motto: Verdammt, wie krieg ich da denn jetzt noch ein HappyEnd hin?
Ansonsten eine nette Idee und es ist ganz erfrischend mal nicht aus der Perspektive von Menschen zu lesen, sondern zum Beispiel von Ameisen, die lustig frisch durch die Gegend krabbeln.
Ich glaube, dieses Buch trifft auch noch ganz gut Janas Geschmack. Wenn auch die anderen nichts für sie sind, so ist immerhin eins dabei, was ungefähr in ihr geliebtes Genre passt.

Jürgen Schmieder: Du sollst nicht lügen! Von einem, der auszog, ehrlich zu sein
Inhalt: Viele Menschen fasten. Die einen verzichten auf Schokolade, die anderen auf das Rauchen, wieder andere auf den Fernseher. Jürgen Schmieder hingegen nahm sich vor, 40 Tage lang nicht zu lügen. Wissenschaftler sagen: Wir lügen bis zu 200mal am Tag. Zum einen aus Höflichkeit oder um jemanden nicht zu verletzen, zum anderen weil es einfach bequemer ist. Jürgen Schmieders Selbstversuch führte zu den unterschiedlichen Ergebnissen: Blaue Flecken, Beleidigungen und so einige Nächte auf der Couch.

Meine Meinung: Ich sah Jürgen Schmieder ca. 5 Minuten in einer mitternächtlichen Talkshow und bestellte prompt darauf sein Buch. Dieser Bericht reizte mich einfach ungemein. Zum einen, weil ich mich selbst für einen Menschen halte, der sehr ehrlich und gerade heraus ist, zum anderen, weil ich es mir sehr lustig vorstellte, wirklich 40 Tage lang nichts als die Wahrheit zu sagen.
Das Buch hat mich keinesfalls enttäuscht. Zwar durchzogen von philosophischen Ergüssen über Wahrheit und Lüge, die man getrost überspringen kann, wenn man dafür keinen Sinn hat, berichtet es von komischen, heiteren aber auch nachdenklichen Situationen, die entstehen, wenn man wirklich ehrlich ist. Am Ende des Buches stellte ich fest, dass mir vor allem seine Frau sympathisch war, die zwar über seinen Selbstversuch informiert wurde, ihn aber nicht verhindern durfte. Gleichzeitig war sie in der Zeit des Selbstversuches schwanger – eine interessante Mischung, wenn Hormone auf die nackte Wahrheit treffen.

Michael Ende: Momo
Inhalt: Momo ist ein kleines Mädchen, dass am Rande einer Großstadt in den Ruinen eines Amphitheaters lebt. Sie besitzt nichts als das, was sie geschenkt bekommt oder sie findet.
Das kleine Mädchen hat jedoch eine außergewöhnliche Gabe: Sie kann besonders gut zuhören und hilft den Menschen dadurch, zu sich selbst zu finden, Ideen zu entwickeln oder Streit zu schlichten.
Nach und nach kommen jedoch graue Herren in die Stadt, die den Menschen die Zeit rauben wollen. Momo ist die Einzige, die noch etwas gegen die grauen Herren unternehmen kann…

Meine Meinung: Jana wollte auch gerne eine Empfehlung für ihren kleinen Sohn. Leider habe ich in meinem Bekanntenkreis momentan keine Kinder, die ungefähr das gleiche Alter haben – ich bin also absolut überfordert mit dieser Aufgabe. Ich kann mich an mein Leben als Zweijährige leider nicht mehr erinnern, darum kann ich auch nicht sagen, was ich damals toll fand.
Darum habe ich ein Kinderbuch herausgesucht, dass zu meinen Liebsten gehört und das ich etwa im Alter von 9 Jahren gelesen habe. Michael Ende gehört für mich zu den ganz großen Schriftstellern und ich habe seinen Schreibstil als Kind geliebt.
Das Buch erzählt über Zeit. Ich lese das Buch heute noch und immer wieder wird mir bewusst, wie viel doch hinter dieser Geschichte steckt, wie wahr doch alles ist, was er beschreibt. Für Kinder in eine tolle Geschichte verpackt, erzählt Michael Ende über ein ganz aktuelles Thema, welches in unserer Gesellschaft wohl immer wichtiger wird. Ein wirklich gelungenes Buch für jung und alt.

Ich habe jetzt vier Bücher vorgestellt. Wüstenblume und Mieses Karma erscheinen mir eher für Jana passend, Du sollst nicht Lügen für ihren Mann und Momo vor allem für ihren Sohn, wenn er denn noch etwas gewachsen ist, aber auch für Jana selbst.
Ich habe natürlich noch viele, viele Bücher mehr in meinem Bücherregal stehen, doch ich denke, diese alle noch vorzustellen, würde hier an dieser Stelle wirklich den Rahmen sprengen. Darum zeige ich einfach noch einige dieser Bücher und verlinke sie zu Amazon. Wer Interesse hat, kann sich dort dann weiter informieren. Für Lesenswert halte ich sie alle, sonst würde ich sie hier nicht zeigen.

Jodi Picoult: Beim Leben meiner Schwester
Anonyma: Eine Frau in Berlin
Jane Austen: Stolz und Vorurteil
Alexander Bergmann: Aufzeichnungen eines Untermenschen
Anne Hertz: Wunderkerzen
Trudi Canavan: Die Rebellin
Cassandra Clare: City of Bones
Markus Heitz: Die Zwerge

Ich hoffe, mein Beitrag wird als würdig gefunden, Jana während ihres Urlaubs zu vertreten. Ich selbst befinde mich gerade wahrscheinlich in Spanien, ich mache nämlich auch meinen wohlverdienten Urlaub. Von daher wünsche ich euch allen sonnige Grüße und viel Spaß beim Schmökern.

Überraschungsbuchbox?

Ich habe heute über 100 Bücher aussortiert. Nicht weil die alt, oll und hässlich sind, nein, ich brauche dringend Platz und ich muss mich trennen.  Zum größten Teil sind das alles Frauen-Herz-Schmerz-Liebes-Trennungs-Mutter-Schwanger-Exfrau-Eifersuchts-Sex-Historisch-Bücher. Alle Bücher sind gepflegt und stammen aus meinem Nichtraucherhaushalt. Wer möchte gerne eine Überraschungsbuchbox als Sommerlektüre haben? Die Bücher können anschließend behalten oder verschenkt werden.

Bitte bis Dienstag-Abend melden, wer die Buchbox bekommt, entscheidet dann das Los.

PS: Wer mag, kann auch gerne mit mir Bücher tauschen. Kinderbücher ab 2-5 Jahre würde ich gerne nehmen.

Hier ein Vorgeschmack, was u.a. drin sein könnte. Bücher dürfen aber auch ausgewählt werden.


Wenn Träume wahr werden

Träume werden manchmal wahr. Stell dir vor, du schreibst einen Blog. Ein Jahr lang, über 365 Tage hinweg kochst du jeden Tag ein Rezept aus einem französischen Kochbuch nach. Nicht mehr und nicht weniger. Das tat 2002 eine Frau meines Alters in den USA. Sie heißt Julie Powell. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich noch nicht einmal was ein Blog ist. Dieser wurde im Laufe des Jahres immer bekannter, sodass die Times einen Artikel darüber veröffentlichte. Von heute auf morgen wurde der Blog berühmt und aus einer einfachen Angestellten im Öffentlichen Dienst eine bekannte Schriftstellerin. Aus dem Blog wurde ein Buch und aus dem Buch ein Film. Und es ist wahr.

Der Film heißt Julie und Julia und meine absolute Lieblingsschauspielerin Meryl Streep spielt eine der Hauptrollen. Ein wunderbarer Film über die französische Küche, über das Leben in Frankreich nach dem 2. Weltkrieg, vielschichtig und tiefgründig mit wunderbaren Spitzen zu politischen Themen. Ein Film übers Bloggen und wie sehr das Bloggen das reale Leben beeinflusst. Oftmals habe ich mich in den Dialogen wieder gefunden, wenn Julie zu ihrem Mann sagte “Ich habe einen Kommentar bekommen und derjenige hat geschrieben, dass…” Grandios. Ein Film über New York im Jahr 2002 und wie mit den Opfern des 9/11 in einem Versicherungskonzern umgegangen wird.

Eine gute Filmkritik kann man u.a. hier nachlesen.

Das Buch selber habe ich nicht gelesen, da ich leider auch nicht wusste, dass der Film aus 2 wahren Geschichten besteht. Das Kochbuch Mastering the Art of French Cooking ist nach wie vor erhältlich.  Jetzt würde es mich reizen, das Buch zu lesen….

Fritz und Frizzie

Koch- und Backbücher für kleine und große Mädchen gibt ja genug. Aber für kleine Jungs sind diese Bücher rar gesät. Durch Zufall habe ich vorhin einen Buchtipp-Link in Steffis OhhhMhhh Blog entdeckt, in dem ein kleines kostenloses Kochbuch für Mädchen “Die Kochjule” im Kölln Shop vorgestellt wird. Mich hat das Buch sofort angesprochen, weil es so schön im 1970er Jahre Retrolook gestaltet ist upps, nein das Buch ist so alt. Gleichzeitig entdeckte ich im Kölln Shop zwei Kochbücher, inkl. Malbuch für Jungs unter dem Titel “Fritz und Frizzie” und “Fritz und Frizzie retten Prinzessin Blütenzart“. Alle Bücher kann man sich kostenlos bestellen oder schnell und einfach als PDF downloaden.

Photoshop CS4 Buch zu gewinnen

…und da das kein Einsteiger- sondern ein Fortgeschrittenes Buch ist, hätte ich das zu gerne! Daher schreibe ich hier darüber und hoffe ganz stark, dass ich auch mal Glück habe und das Photoshop CS4 Buch gewinne. Wer mitmachen möchte, kann hier nachlesen.

Thomas Bredenfeld

Galileo Design
846 S., geb., komplett in Farbe, mit DVD
59,90 Euro / 99,90 CHF
ISBN 978-3-8362-1237-3

Hier geht es zur Leseprobe