Praktica – Kameras aus Sachsen

Nur wenige Kilometer von meinem jetzigen Wohnort, nämlich in Dresden, wurde die berühmte Praktika zu DDR-Zeiten gebaut. Als ich Kind war, durfte ich sie nicht mal angucken, so heilig war sie. Ich berichtete an dieser Stelle schon einmal über die Erlebnisse in meiner Kindheit. Erst mit 18 Jahren drückt mir mein Vater seine Kamera in die Hand und erklärte mir Blende und Belichtung. Damals musste man noch mit einem externen Belichtungsmesser die Belichtungszeit bestimmen und das war für mich damals ein Buch mit 7 Siegeln. So verlor die Fotografie mit der Praktika schnell an Reiz, zumal die Entwicklung von Filmen Anfang der 90er Jahre richtig teuer war und mein Taschengeld nicht üppig.

Doch wie komme ich auf das Thema Praktika? Alter Erinnerungen, vor allem an das dicke hellbraune Lederetui in dem die Kamera eingepackt wurde, wurden eben sehr lebendig, als ich den Bericht Praktica – Kameras aus Sachsen im MDR schaute. Gleichzeitig frage ich mich, wann und wo die Kamera meines Vaters abhanden gekommen ist, in seinem Nachlass war sie nicht dabei. Und ich bin traurig, dass ich sie als Erinnerungsstück nicht mehr besitze. Glücklicherweise gibt es aber noch einige wenige Fotos aus meiner Kindheit, die mit der Praktika aufgenommen wurden.

Der Fernsehbericht hat mich jedenfalls dazu gebracht, nach dem Thema Praktica und Pentacon zu googeln. In meiner Vorstellung hatte ich nur alte Archivseiten erwartet und war daher sehr überrascht, dass Praktica nach wie vor Kameras herstellt. Leider keine Spiegelreflexkameras, dafür schöne handliche Digitalkameras für die Handtasche. Nachdem in Schweden meine letzte Handtaschen-Knipse verloren gegangen ist (es war nicht schade drum, auch wenn sie erst ein halbes Jahr alt war, war die Qualität der Fotos eine Katastrophe, so ein böses Rauschen habe ich noch nie gesehen), bin ich auf der Suche nach einem Ersatzmodell. Um so überraschter war ich, welche farbenfrohe Frauenfreundliche Modelle Praktica heute herstellt.

Ich habe die schönsten Modelle zusammen gestellt. Die dahinterstehende Technik ist auch nicht verachten, ich glaube ich werde mal ein grünes, oranges oder blaues Modell ausprobieren.

Oder sollte ich die nächste Kamera nach der Farbe meiner Handtasche kaufen? Ich kann mich so schwer entscheiden *hach*

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Autor: Jana

Hallo, ich heiße Jana. Ich liebe das bloggen und die Fotografie ist meine größte Leidenschaft. Ich freue mich auf deinen Kommentar!

4 Kommentare

  1. Leider ist bei den jetzigen digitalen Plastikprodukten nur noch der Name übriggeblieben. Dieser wird nun als Zugpferd benutzt um den billigen Ramsch an den Mann zu bekommen. Doch genug davon.
    Noch gibt es Filme; warum nicht einfach so ein Schmuckstückchen erwerben und das Feeling geniessen?
    Eine Empfehlung zum Typ? Ich würde zur B200, BC1, oder BX20 greifen. Soll es etwas preiswerter sein, dann vielleicht die PLC3 doch Vorsicht: da sind die Batterien mittlerweile sehr teuer geworden.

    MfG

    DD_Ihagee

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