Früher hätte ich gesagt, heute ist Regenwetter. Da kann man keine guten Fotos machen. Schon gar keine perfekten. Aber was ist perfekt?
Ich habe es letztens in einer Foto-Diskussion so gesagt “für mich ist ein Foto perfekt, wenn es mich berührt. Wenn es mich zum lachen, weinen oder nachdenken bringt. Wenn ich gerne hingucke, wenn ich es mir an die Wand hängen würde.” Ob es dabei technisch perfekt ist, spielt eine untergeordnete Rolle. Und auch das Motiv ist nicht entscheidend: auch Blümchen können “perfekt” sein, so wie sie die Natur erschaffen hat. Andererseits, wir Menschen sind selber weit entfernt davon, perfekt zu sein. Wie können wir dann verlangen, dass ein Foto perfekt ist?


Hallo liebe Jana,
perfekt liegt sicher immer im Auge des Betrachters. Was einem anderen gefällt, muss mir ja nicht ebenso gut gefallen. Alles individuell – und das ist auch gut so.
Dein Regenbild gefällt mir jedenfalls richtig gut!
Liebe Grüße von Kerstin
Das perfekte Foto gibt es wahrscheinlich nicht. Es gibt nur gute und schlechte Fotos. Allerdings auch nur durch gekonntem Einsatz von Technik (Kamera: das unterscheidet Fotografie von den freien Künsten). Das gute Foto berührt und verführt – berührt die Seele und verführt zum Kauf.
Hmm, ich glaube nicht das es nur gute und schlechte Fotos gibt. Das wäre so, als wenn es nur schwarz oder weiß gebe. Ebenso glaube ich auch nicht, dass die Technik bzw. deren gekonnter Einsatz dafür maßgeblich ist. Für mich ist viel entscheidender, was der Fotograf sieht, was er wahr nimmt. Das hat was mit Gespür, mit Sensibilität zu tun und manchmal auch dem Glück, zur richtigen Zeit an richtigen Ort zu sein. Wenn das nicht gegeben ist, hilft auch die beste Technik nichts.
Ich schließe mich da Terragina an, genau das wollte ich nämlich auch gerade schreiben, dass ein Perfektes Bild genauso wie Schönheit im Auge des Betrachters liegt. Warum finden denn so viele (nicht alle) Fotos, auf denen sie selbst sind über haupt garnicht schön! Egal ob es die perfekte Technik ist oder nicht?
Viele Grüße
Yvonne
Natürlich – ohne Emotion, Sensibilität und Gespür geht nichts. Glück spielt auch häufig eine Rolle (sollte es aber nicht) – aber was nützen alle guten Gefühle in einem bestimmten Moment, wenn einem die kreativen und technischen Mittel fehlen, all das in einem Bild umzusetzen.
Und wenn Fotografie nicht nur schönes Hobby ist, wo es nicht darauf ankommt ob gerade “Jetzt” ein gutes Foto entsteht, sondern wenn der art-director oder Kunde dahinter steht und Qualität erwartet, wo bleibt man dann mit all seinen guten Gefühlen?
Das Foto von dir ist z.B. für mich perfekt! :-) Die Stimmung, die Textur (das ist doch eine Textur, die du verwendet hast?) und die Regentropfen machen für mich das Bild einfach stimmig.
Das normativ perfekte Foto gibt es meiner Meinung nach einfach gar nicht – ob ein Foto für jemanden perfekt ist, liegt einfach im Auge des Betrachters. Ich stimme dir da völlig zu: Ob ein Foto technisch gelungen ist, spielt nicht unbedingt eine große Rolle.
Ein Foto kann z.B. für mich perfekt sein, weil ich mit diesem Foto eine bestimmte Situation verbinde, die ich vor einigen Jahren erlebt habe, obwohl das Foto vielleicht technisch gesehen nicht gut und eventuell auch verwackelt ist etc.
VLG
nein, ich habe bei diesem Foto keine Textur verwendet :-)
Ok, ich hätte da jetzt meine Hand für ins Feuer gelegt. ;-) Wie hast du das denn so schön hinbekommen?
Gute Frage: Das ist eine Mischung aus intuitive Spielerei in Camera Raw (Programm zur Bearbeitung der RAW Dateien) und Anwendung verschiedener Aktionen in Photoshop. Es wurde aber nichts gestempelt, retuschiert etc.
Stimmungsvolles Foto :-) Vielleicht sollte ich auch mal mehr outdoor fotografieren, wenn das Wetter “nicht perfekt” ist…