Vor ein paar Wochen schrieb mich Leo an, ob ich mir nicht das neue Magazin-Portal “Newsgrape” anschauen wollte. Daraufhin telefonierten wir sehr ausführlich und ich bot ihm an, in meinem Blog einen Gastartikel über sein neues Projekt zu veröffentlichen.
**********
Mein Name ist Leo Fasbender, ich bin 22 Jahre jung, gebürtiger Deutscher, eigentlich eher Wiener, im Moment Student in London und ich entwickle ein umfangreiches Web-Projekt. Vor ein Paar Tagen hat mir Jana ein ausgiebiges Feedback zu unserer Arbeit gegeben, in dem wir allgemein über das Bloggen und im speziellen über Online-Journalismus sprachen.
Alles fing vor fast zwei Jahren mit einem kleinen Online-Magazin an. Über Facebook-Castings hatten wir bald über ein Dutzend Co-Autoren, zum Großteil Studenten aus dem jeweiligen Ressort, und eine kleine Lese-Gemeinde. Bis wir eines Tages, im Winter 2009/10, den Gedanken fassten, dass der Austausch von Artikeln im Web irgendwie ineffizient ist und mehr Spaß machen könnte.
Was ist anders an Newsgrape?
Unser Projekt Newsgrape hat das Ziel, den Austausch von Artikeln, egal zu welchem Thema, einfacher und spannender zu machen. Besonders im Hinblick auf all jene, die eigentlich gerne etwas schreiben würden, aber keinen Blog aufsetzen wollen, den erst mal niemand so richtig liest.
Die Stärke von Newsgrape ist, das man nicht mehr zwei Stunden damit verbringen muss, einen Beitrag zu schreiben und weitere zwei Stunden, ihn in diversen Foren vorzustellen usw. um dann festzustellen, das ihn nur wenige lesen. Stattdessen sollte er gleich auf ein großes Netzwerk von Lesern treffen.
Besonders wichtig war uns, den Spaß am Schreiben in einer Gruppe zu wecken. Aus unseren redaktionellen Erfahrungen im Online-Journalismus haben eine Plattform entwickelt, mit der man ganz einfach ein Magazin gründen kann, mit eigenem Design, Kommunikation und Abonnenten! Mit Chefredakteuren, Redakteuren und Kolumnisten deren Texte erst freigegeben werden müssen. Das kann dann in folgenden Magazinen, zum Beispiel hier netzkommunikation-social-media-magazin oder institut-2f-im-fokus oder auch so critics aussehen
Wir haben vor gerade mal acht Wochen eine “geschlossene” Pre-Beta gestartet. Wir befinden uns in der ersten Stufe der Entwicklung, mit einer Warteliste, um die Server-Infrastruktur langsam anzupassen und stark mit dem Feedback der ersten User zu arbeiten.
Lukrative Werbeeinnahmen
Im Sommer werden wir dann ein innovatives Werbe-System starten, das Autoren bis zu 75% (also mehr als mit einem herkömmlichen Blog und Google AdWords) der Werbeeinnahmen ihrer Artikel überweist und Werbenden neue Freiheiten gewährt. Newsgrape soll damit langfristig zur besten Einnahmequelle für Autoren im Web werden.
Chefredakteur für Fotomagazin gesucht
Als ich mich mit Jana über verschiedene Magazin-Konzepte unterhielt, kamen wir auf die Idee, das Projekt vorzustellen und eine Art Fotografie Journal zu gründen. Als Layout Beispiel habe ich dieses Fotografie Magazin erstellt (Achtung: ist ein erster Entwurf, der vom jeweiligen Redakteur individuell angepasst werden kann).
Die Frage ist nun, ob jemand Interesse hat, als Chefredakteur eine gestaltende Rolle zu übernehmen und aktiv an der Entstehung eines coolen und interessanten Magazins zum Thema der Fotografie mitzuwirken. Der oder die Chefredakteure bekämen dann eine Anzahl an Pre-Beta Zugangs-Schlüsseln, um den interessierten Redakteuren die Gästeliste zu ersparen und ein motiviertes Team auf die Beine zu stellen.
Da mich das Thema als Hobby-Fotograf persönlich interessiert, helfe ich natürlich gerne mit Promotion und Design. Auch kenne ich den ein oder anderen Photographen, der Interesse hätte, sich an einem gut geführten Fotografie Magazin zu beteiligen.
Ich hoffe auf viel Zuspruch und bin für Fragen unter lf@newsgrape.com oder über Skype unter leo.fasbender zu erreichen!


Das hört sich sehr spannend an und ich verblüfft das noch kein Feedback vorliegt. Sicher muss auch ich mir das noch ganz in Ruhe anschauen und lesen, aber gespannt bin ich schon und werde das Projekt sicher verfolgen :-)
Die Frage ist doch, warum sollte ich meine Werke auf eine fremde Plattform werfen? Nutzen? Klar könnte ich, wenn es mal läuft, viele Leser erreichen. Aber will man das unbedingt? Ich bevorzuge dann doch lieber die Blogvariante. Authentizität! ;)