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Heute möchte ich euch Susan vorstellen.
Stelle Dich meinen Lesern vor: Wer Du bist, was Du machst und wie Du auf die Idee gekommen bist, einen Blog zu schreiben?
Also, ich bin Susan, lebe momentan im totalen Chaos, da wir gerade aus Australien zurückgekehrt sind und versuche noch mich zu orientieren, was ich demnächst machen will. Ideen habe ich einige, ich denke aber, die Weihnachtszeit wird wieder so turbulent, dass ich alles auf den Januar verschieben werde. Im Verschieben bin ich großartig ;-) Mit dem bloggen habe ich angefangen, weil wir in Australien waren – wir wollten Freunde und Familie über den Sohn auf dem Laufenden halten. Darauf gekommen, dass es so etwas wie “Blogs” überhaupt gibt bin ich über IO, die im Schwangerschaftsforum gepostet hat und der ich auf ihren Link gefolgt bin. Erst konnte ich damit nicht viel anfangen, aber habe mich dann nach und nach erwärmt, da es mir als ganz großartige Methode erschien, die Familie zu informieren ohne 20 Mal am Tag e-mails fortzuschicken.
Inzwischen habe ich das Blog gewechselt, da mir nicht ganz wohl dabei war, das komplette Privatleben offenzulegen.
Worum geht es in deinem Blog? Hast du ein spezielles Thema?
Inzwischen habe ich kein reines Windelblog mehr und wir sind auch nicht mehr in Down Under, aber ich blogge trotzdem noch gerne und regelmäßig. Thematisch bewege ich mich zwischen Windelcontent, Zwischenberichten vom Tage, Kochrezepten, Hausfrauenberichten und Fotografie, worauf ich mich eigentlich bei der Gründung des neuen Blogs konzentrieren wollte.
Welche Blogs verfolgst du selbst regelmäßig und findest du toll?
Ich verfolge mal diesen, mal jenen Blog. Im Feedreader habe ich einige Fotografieblogs, einige Kochblogs, einige Babyblogs, einige, die über alles berichten. Aber in denen lese ich nicht jeden Tag, das wäre mir zu viel, sondern gucke je nach Lust und Laune rein. Regelmäßig lese ich die Blogs von Leuten die ich kenne und auch übers Bloggen kennengelernt habe.
Dein Tipp für alle Blogger, die erfolgreich einen Blog aufbauen möchten?
Einfach anfangen. Aber: ich habe aber selber kein sonderlich erfolgreiches Blog und strebe das auch nicht an – dazu müsste ich die Leser mehr einbinden, thematisch gezielter schreiben, Blogaktionen starten um das Blog bekannter zu machen, mehr Zeit investieren. Für mich ist es Spaß, mehr nicht.
Verbindest du mit dem bloggen auch schlechte Erfahrungen?
Nein.
Was bedeutet Bloggen für dich – Sucht, Passion, Zeitvertreib, Spaß?
Bloggen ist Zeitvertreib, Spaß. Keine Sucht und keine Passion, obwohl ich gerne blogge. Ich denke, da wir hier noch fremd sind und wir durch den langen Auslandsaufenthalt mit den ständigen Umzügen den Kontakt zu alten Freunden weitgehend verloren haben, ist es außerdem eine Art Kommunikationsplattform für mich.
Was ist das Verrückteste, über das du geschrieben hast?
Ich schreibe nie Verrücktes, schließlich bin ich ein ernsthafter Mensch…
Hast du viel Austausch mit anderen Bloggern? Wie wichtig ist dir die Kommunikation mit “Gleichgesinnten”?
Der Austausch ist schon einigermaßen wichtig, denn warum sonst sollte man schreiben? Ohne Feedback macht es nur halb so viel Spaß. Mit einigen habe ich mich das ein oder andere Mal schon getroffen, mit manchen emaile ich ab und zu. Und das ist eigentlich das Tollste an der Sache: daß aus dem “virtuellen Kontakt” ganz schnell auch reales Leben werden kann und ganz tolle Leute trifft, die man sonst nie kennengelernt hätte.
Welche Relevanz haben soziale Netzwerke für dich?
Häh? Wasn das? Nein, Spaß beiseite: Facebook, Twitter etc…ja, ich weiß, dass es existiert, aber ist mir zu zeitraubend. Das einzige, was ich mir außerdem noch gebe ist die Fotoplattform Flickr.
Wo siehst du Deinen kreativen Schwerpunkt: Bloggen, Fotografie, Design?
Definitiv Fotografie. Schreiben auch, aber ich bin doch eher ein visuell orientierter Mensch.
Was ist dein Lieblingsbuch? Oder hast du schon einmal ein Buch geschrieben?
Wenn man die Dissertation als Buch bezeichnen kann, dann ja, ich habe schon ein Buch geschrieben. Ich liebäugele schon lange damit, doch die Fotografie macht zu viel Spaß und für zu viele Hobbys fehlt mir einfach die Zeit. Ein Buch zu schreiben ist richtig Arbeit, die viel Planung, ein stringentes Konzept und Durchhaltevermögen erfordert.
Ein Lieblingsbuch…hm…da müßte ich jetzt wirklich nachdenken. das ist schwierig, weil es so viele gibt. Außerdem bin ich im Leseverhalten eklektizistisch, d.h. ich lese Emile Zola, Sandor Marau, Michael Chrichton, Kinderbücher, Tad Williams, Schwedenkrimis, Vampirromane, Fantasy, Thriller, Historienbücher, Literatur…wirklich alles, was mir gefällt und mich nach zwei Seiten noch fesselt.
Welchen Stellenwert nimmt Fotografieren in deinem Leben ein?
Inzwischen ist sie richtig wichtig geworden, mein Mann nennt mich besessen ;-) Nein, aber Fotografie nimmt einen großen Raum im Leben ein, da ich mich kreativ austoben kann. Ohne Kreativität und ohne die Möglichkeit mich auszutoben werde ich mürrisch.
Kannst du über spannende Foto-Projekte berichten?
Nein, noch nicht. Nicht, daß ich keine Fotoprojekte verfolge, sie machen Spaß. So langsam überlege ich ein eigenes Projekt und überlege, wie ich das umsetzen will.
Ein wichtiges Fotoprojekt für mich war das “Farbe bekennen”-Projekt von 2009 (http://himbeermarmelade.blogspot.com/2009/04/projekt-farbe-bekennen.html – keine Ahnung, wie ich den Link in die Mail kriege), was die Frage beantwortet, wie ich zur Fotografie gekommen bin. Ich habe zwar immer gerne geknipst und auch schon lange eine Spiegelreflex, aber so richtig angefangen hat es erst mit diesem Projekt, als ich erkannt habe, daß man eben auch andere Sachen als nur das eigene Kind knipsen kann. Ein zweites Schlüsselerlebnis war die Entdeckung des Lichtmessers in der Kamera…nachdem ich die schon seit Jahren hatte. *öhm* Das hat meinen oftmals heftig dunklen Fotos ein Ende gesetzt, denn die Automatikfunktion meiner Kamera ist kaputt und ich musste sonst immer schätzen. Ja, ich weiß, Technik ist nicht meine starke Seite…
Welchen Tipp oder Ratschlag würdest du einem Fotografie-Einsteiger mit auf den Weg geben?
Wenn man sich ernsthaft interessiert – einfach anfangen, sich nicht abschrecken lassen von all den anderen Fotos, die einem über den Weg laufen. Gute Fotos, das kommt nicht von heute auf morgen, sondern ist ein Lernprozess, der manchmal ganz schön lange dauert und manchmal viel Arbeit, Durchhaltevermögen und eine hohe Frustrationsschwelle erfordert. Zudem sollte man zusehen, dass man sein Werkzeug so gut wie möglich beherrscht, denn je besser man es kann, desto weniger muss man darüber nachdenken, wie man es verwendet und kann sich voll auf die kreative Seite konzentrieren. Und hierbei darf ich mich ruhig an die eigene Nase packen, denn ich beherrsche die Kamera nur marginal…
Aber ums üben und immer wieder fotografieren kommt man nicht herum, auch wenn man Unterricht nimmt und Bücher zum Thema liest. Wichtig ist auch, dass man selber experimentiert und nicht alles glaubt, was einem über “gute Fotografie” erzählt wird. Und am Ende zählt ja doch nur der Spaß, denn ohne Spaß an der Sache nützt alles nichts, da das Herz nicht in den Fotos steckt.
Die Hobbyfotografie zu deinem Beruf machen. Dein Traum?
Ja, eigentlich schon. Ich bin aber (noch) bei weitem nicht gut genug. Außerdem fotografiere ich derart, dass keiner meine Bilder wirklich will, die sind…ja. ich weiß auch nicht. Außerdem würde mich die Fotografie von Gegenständen auf Dauer nicht reizen, mich reizen Menschen – und da fehlt mir definitiv noch die Übung und die Erfahrung. Ich könnte es mir aber gut als Ergänzung zum Beruf vorstellen. Ich bin ohnehin noch ein wenig offen, denn da ich gerade erst wieder in Deutschland bin und ich außerdem vorher mit meiner Diss. beschäftigt war, steht mir alles noch offen. Ich kann mir vorstellen, demnächst freiberuflich zu schreiben und fotografieren, d.h. ich glaube, ich werde meine Energien auf die Verwirklichung dieses Ziels richten. Selbst, wenn es mir keine Reichtümer einbringt.
Was inspiriert dich fotografisch?
Ganz häufig andere Fotos. Richtig wunderschöne Fotos, die mich dazu antreiben, es auch so hinzubekommen. Hier wäre z.B. der Fotostream der wunderbaren rebekka, brookeshaden oder ~Liliana zu nennen. Alle sehr unterschiedlich, alle sehr inspirierend. Aber auch Licht, ganz ungewöhnliche Lichtsituationen, dramatisches Licht finde ich inspirierend. In der letzten Zeit überlege ich auch, literarische Vorlagen als Inspiration für Fotos zu nehmen.
Gibt es etwas, dass du unbedingt noch fotografieren möchtest, aber noch nicht die Möglichkeit dazu hattest?
Die Arktis? Neufundland, Island, Afrika, Indien, Thailand, Nepal…Ich fotografiere leidenschaftlich gerne Landschaften. Außerdem interessieren mich Menschen und Konzeptuelle Photographie, aber keine Ahnung, wie man mit Modellen arbeitet, noch weniger, wo ich die her bekomme.
Bearbeitest du deine Fotos und wenn ja, wie weit gehst? Welche Techniken verwendest du?
Ich bearbeite, manchmal auch heftig. Aber nicht, um miese Fotos aufzuhübschen, das geht nicht, sondern um – in meinen Augen – aus den gelungensten Fotos das Beste raus zuholen. Zudem gibt es einige Bilder, die ich im Kopf habe, die ich rein mit Photographie nicht hin bekomme. Aber ich sehe Photoshop nicht als “Betrug” an, sondern als Erweiterung der kreativen Möglichkeiten. Was ich nicht mache und auch nicht kann ist z.B. Falten wegretuschieren oder jemanden 20 Kilo leichter machen – es ist ein wenig grenzwertig, wie man zwischen “Verbesserung” und “Betrug” unterscheidet, Puristen z.B. erkennen gar keine Fotobearbeitung an. Daher überlege ich auch bei jedem Foto, ob und was ich da mache und machen darf und wie weit ich gehen darf. Am Ende liegt es ohnehin an mir, ich befinde mich nur in ständiger Gefahr, über das Aufhübschen das Foto selbst zu vergessen. Wenn nämlich das Bearbeiten zum Selbstzweck wird, dann kommt man ganz schnell in Gefahr, lediglich des Effektes willen zu retuschieren. Daher mag ich z.B. ganz häufig die Fotos mit den “schwebenden” Menschen nicht, obwohl mich die Technik an sich fasziniert. Ich verwende i.d.R. Lightroom um die RAW-Dateien zu bearbeiten. Danach, wenn es schnell gehen soll und ich nur kurz das Dateiformat verkleinern will, arbeite ich mit Photoscape. Ansonsten, wenn ich mal wieder ein wenig spielen will, ist Photoshop die erste Wahl.
Ist eure Wohnung/Haus weihnachtlich geschmückt? Hast du einen Basteltipp?
Öh… das kam dieses Jahr so schnell, das kam so plötzlich…Nein, irgendwie habe nur wenig Deko verteilt und mache mich diese Woche – verspätet – an den Adventskranz. Als Basteltipp: man kann mit Kindern aus Salzteig ganz niedliche Weihnachtsbaumanhänger ausstechen – einfach Salzteig machen, ausrollen, die Kinder ausstechen lassen. Im Backofen kann das Gebäck getrocknet werden und anschließend phantasievoll bemalt werden. Man kann den Salzteig auch vorher mit Lebensmittelfarben einfärben. Geht gut, wenn die Kinder noch richtig klein sind und man noch nicht so komplizierte Sachen machen kann.
Heiligabend: Lieber Tradition oder modern?
Wir feiern ganz traditionell mit Familie und Weihnachtsbaum.
Dein Lieblingsweihnachtsrezept. Magst du es hier verraten?
DAS Lieblingsrezept habe ich nicht, aber dieses Jahr beim Keksebacken richtig leckere Marzipanplätzchen fabriziert, die auch ganz schnell gehen. Also, ich hoffe, ich begehe jetzt keine Urheberrechtsverletzung indem ich es verrate:
Zutaten
250 g Mehl
1 Päckchen Vanillezucker (oder bevorzugt eine ausgekratzte Vanilleschote)
100 g Marzipanrohmasse
150 g kalte Butter
1 Eigelb
1 1/2 TL gemahlener Kardamom oder Pomeranzenschale (ich hatte das alles nicht, daher habe ich einfach Bittermandelaroma dazugegeben, was auch sehr lecker war)
Zubereitung
Alle Teigzutaten miteinander vermischen und zu einem glatten Teig verkneten
Den Tei zu zwei Rollen à 3 cm Durchmesser rollen und im Kühlschrank mindestens 30 Minuten kalt stellen. Am besten im Gefrierbeutel, dann trocknet nichts aus.
Die Rollen werden, wenn sie gut gekühlt und hart sind, einfach in 1/2 cm dicke Scheiben geschnitten, auf dem Backblech verteilt und 10 Minuten bei 180 Grad (Umluft 160°) gebacken.
Aus Puderzucker und ein paar Tröpfchen Zitronensaft bereitet man den Guß zu und bepinselt damit die Plätzchen.






Einen schönen Nikolaustag euch allen :)
Da hast du aber Glück, das du heute die Postkarte von Pokamax mit deinem Kommentar gewonnen hast :-)
Ui dankeschön – wenigstens ein Nikolausgeschenk ;)
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oooh, das sieht ja lecker aus!!!
und die antworten klingen sehr sympathisch und interessant!
die landschaftsbilder finde ich genial.
was die bildbearbeitung anbelangt sehe ich das sehr ähnlich…