Schließung verhindern!!!

Heute habe ich erfahren, dass das Naturkundemuseum in Leipzig geschlossen werden soll. Das Museum wurde 1912 eröffnet und soll nun den Sparmaßnahmen der Stadt Leipzig zum Opfer fallen. Ich finde, das geht gar nicht, zumal Politiker seit Jahren von “Bildung ist die Zukunft” schwafeln.  Sollen sie doch ihren Worten Taten folgen lassen. Denn das Naturkundemuseum beinhaltet eine große Anzahl von Botanischen, Geologischen und Archäologischen Sammlungen. Zudem finden viele interessante Zusatzausstellungen statt.

1999 wurde das Naturkundemuseum noch als “wichtiger Bildungsträger (Umwelt – Mensch) in die Kulturpolitischen Leitlinien der Stadt aufgenommen, wobei die Sammlungs- und Bewahrungspflicht naturkundlicher Sachzeugen mit eingeschlossen werden.”. Das Erinnerungsvermögen scheint nachgelassen zu haben.

Ich bin richtig sauer darüber. Denn auch Leipzigs Stadtkassen werden von dem unsinnigen Bau des City-Tunnels geplündert. Der Tunnel sollte mal zur WM 2006 fertig gestellt werden, jetzt ist der Termin auf 2013 verschoben. Die vorgesehenen Gesamtkosten des Projekts lagen 2002 noch bei 571,62 Millionen Euro, jetzt sind sie schon bei 960 Millionen Euro. Klar, das da kein Geld für das Naturkundemuseum bleibt. Vielleicht können sich die Kinder demnächst im City-Tunnel die geologischen und archäologischen Besonderheiten anschauen.

Das Phänomen “Stuttgart 21″ ist nicht nur in Baden-Württemberg ein Problem, sondern auch in Leipzig. Daher habe ich die Petition zur Rettung des Naturkundemuseums unterschrieben und ich hoffe, dass noch ganz viele Unterschriften zusammen kommen und das Naturkundemuseum vor der Schließung bewahrt wird.

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Autor: Jana

Hallo, ich heiße Jana. Ich liebe das bloggen und die Fotografie ist meine größte Leidenschaft. Ich freue mich auf deinen Kommentar!

4 Kommentare

  1. Ich bin erschrocken darüber, das Bildung und Kultur keinen Stellenwert in Gesellschaft und Politik hat. Natürlich habe ich auch unterschrieben. Übrigens bin ich dir dankbar für deinen Post, denn ohne diesen, würde meine Unterschrift jetzt fehlen. glg, Tanja

  2. Ich habe natürlich mitgezeichnet.

    Ich bin fassungslos, dass dieser Prestigewahn zu Lasten unserer Kinder und damit unserer Zukunft immer weiter um sich greift!!!

  3. wieder einmal mehr ein Paradebeispiel für “armes Deutschland”
    Mich wundert ehrlich gesagt nichts mehr warum solche Sendungen wie “Good bye Deutschland” oder “Die Auswanderer” solchen Erfolg haben. Auch traurig…

  4. Im Gegensatz zu Stuttgart, wo man mehr oder weniger nur in der Planung steckt, ist der Leipziger Tunnel so weit fortgeschritten das ein Schildbürgerstreich wäre ihn aufzuhalten. Was wiederum nicht heisst das ich ihn wirklich für sinnvoll halte.

    Das Naturkundemuseum steht nicht das erste mal auf der Streichliste und ist seit Jahren eher Stiefkind der Leipziger Museumslandschaft. Besonders makaber ist das vor dem Hintergrund das dieses Museum in einer wirtschaftlich viel schlimmeren Zeit (der Inflation 1924) von der Stadt durch Übernahme vor dem sicheren Aus gerettet wurde und dann 2 totalitäre Systeme überlebt hat, wo das Haus viel mehr Rückhalt bei den Stadtoberen hatte als heute in der Demokratie.
    Es ist auch nicht ein Beispiel für “armes Deutschland” sondern für gesellschaftliche Veränderungen. Wer vor 100 Jahren in besseren Kreisen als gebildet gelten wollte musste mit naturkundlicher Bildung protzen. Heute hat die Kunst die Oberhand. Und Kunst muss auch nicht lehren, je weniger man heute dahinein interpretieren kann umso besser. Bei ganzen Generationen wird Wissen durch Phantasie ersetzt. Kirchen bekommen wieder Zulauf, Sekten sprießen aus dem Boden und Esoterik wird wieder zum Volksgut. Da waren wir schon mal weiter.
    Früher hieß es: “Religion ist Opium für das Volk” dem setzte schon Roßmäßler entgegen das nur ein gebildeter Arbeiter entdecken kann das er unterdrückt wird. Revolution durch Volksbildung war die Maxime des Gelehrten und unter anderem aus Vordenker des Leipziger Naturkundemuseums. Es war im 19Jh seine Forderung es einzurichten.

    Bitte nicht vergessen sich in eine der Unterschriftenlisten einzutragen.

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