Let’s make money

Politik ist in meinem Blog nicht unbedingt ein Thema. Trotzdem bin ich politisch sehr interessiert und möchte viele Zusammenhänge verstehen. Mich hat heute Abend ein Dokumentarfilm in der ARD zutiefst beeindruckt. Mir sind Zusammenhänge klar geworden, die ich NIE für möglich gehalten hätte.

Die Reportage heißt:

Let’s make money – machen wir Geld

Der Dokumentarfilm

Erwin Wagenhofer begleitete Investmentbanker und Fondsmanager über mehrere Jahre durch die undurchsichtige Finanzwelt. Sein ernüchterndes Fazit: Alle haben die Krise kommen sehen – nur hat es keinen interessiert, solange die Rendite stimmte.

Die Dreharbeiten zu “Let’s make money” führten Wagenhofer unter anderem in das Finanzzentrum London, auf den afrikanischen Kontinent, nach Indien, auf die Kanalinsel Jersey, in die Berge der Schweiz und an die Costa del Sol. Der Film zeigt deutlich: Wir erleben keine Finanzkrise, sondern eine Gesellschaftskrise – die wir mit unserem Geld beeinflussen können.

Mit “Let’s make money” setzt der Österreicher Erwin Wagenhofer seine Globalisierungskritik fort, die mit dem Film “We Feed the World” begann. Der Dokumentarfilm über die Massenproduktion von Lebensmitteln wurde zum erfolgreichsten österreichischen Dokumentarfilm aller Zeiten.

Ich habe die Reportage in der ARD Mediathek leider nicht gefunden, aber sicherlich wird sie demnächst wiederholt. Eine spannende, beeindruckende Reportage, die Ängste in meine Zukunft und die meines Sohnes freisetzt. Wo wird sich unsere Gesellschaft hin entwickeln, wird meine Generation in Europa Kriege um Wasser oder Rohstoffe erleben?

Die Uhrzeit der Ausstrahlung hat mir jedenfalls sehr zu denken gegeben. Sicherlich, das Thema war wenig unterhaltsam und eigentlich eher verstörend. Trotzdem hätte dieser Film zur besten Uhrzeit gesendet werden müssen, denn der Inhalt ist wirklich gut erklärt.

Mein Fazit: Ein Dokumentarfilm den man unbedingt gesehen haben muss, der in jeden Politikunterricht gehört, der ein Pflichtfilm für angehende Wirtschaftsstudenten sein sollte.

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Autor: Jana

Hallo, ich heiße Jana. Ich liebe das bloggen und die Fotografie ist meine größte Leidenschaft. Ich freue mich auf deinen Kommentar!

13 Kommentare

  1. Sehr wahr und ebenso wahr ist, dass vermutlich die Zuschauerzahlen für diese Art der Doku eher gering sind, so traurig das ist. Wer die Doku gestern bei der ARD verpasst hat, kann sie sich via youtube hier anschauen!

  2. Bei mir lief sie leider nur nebenbei (und das auch jur zufällig), da ich meinen Lappi neu installiert habe. Sehr ärgerlich!
    Also die Augen auf beim Blick in die Fernsehzeitung.

  3. Ein Film der definitiv Spuren hinterlässt!

    Zum Sendetermin: Ich glaube, dass solche Themen den größten Teil der Menschen, die zur »besten« Sendezeit fernsehen, einfach nicht interessiert. Nicht unbedingt offensichtliche Zusammenhänge zu verstehen, bedarf außerdem auch einer gewissen Bildung. Die möchte ich niemandem absprechen, aber angesichts unserer Medienlandschaft verkümmert die Fähigkeit Dinge zu verstehen, darüber nachzudenken und letzendlich einen Schluss bzw. Konsequenzen daraus zu ziehen. Da schließt sich der Kreis, denn Konsumenten sollen nicht denken, sondern konsumieren, um den Profit zu steigern.

    Ich musste auch an einen Film denken, den ich schon vor einigen Jahren gesehen habe und der mich ebenfalls tief beeindruckt hat: »Baraka«. Unbedingt mal ansehen!

  4. Oh Mist, den Film habe ich verpasst. Gut dass du nochmal drauf aufmerksam machst. An sich wollte ich den auch sehen. Und danke an Liisa für den Link, da ich ich schonmal reingucken.
    Lieben Gruß
    Elke

  5. Ich hab gerad erst mein Abi gemacht und hatte einen Politik Leistungskurs. Den Film We feed the World haben wir mal angeschnitten, der andere war dann wahrscheinlich schon zu spät, um ihn noch in den Unterricht mit aufzunehmen.

  6. Schade. Leider verpasst. Solche Themen finde ich normalerweise unheimlich interessant. Da der Film in der ARD ausgestrahlt wurde, gibt es vielleicht demnächst eine Wiederholung in 3sat, Arte oder den Dritten. Mal die Augen offen halten.

  7. Nur so als Randnotitz: Meinen Freund, der Wirtschaftsmathematiker ist, habe ich mal gefragt, wie man den nun sein Geld krisensicher anlegt…Gold kaufen? Wald kaufen? In erneuerbare Energien investieren?
    Er meinte lapidar, am besten wäre es, wenn man sich mit dem Geld eine schöne Zeit macht und es einfach ausgibt. Was soll man von dieser ganzen Finanzbranche halten, wenn nicht mal mehr die Fachleute durchblicken…

  8. Die Reportage war mehr als interessant, aufklärend und hinterfragend. Ob die Sendezeit so gewählt wurde, weil Zuschauer so etwas nicht sehen wollen … oder ist es vielleicht anders herum …
    Danke für den LInk bei Youtube an Liisa, in der Mediathek ist sie bis heute früh nicht zu finden. Wir sollten unser Leben jetzt und hier geniessen. In Afrika gibt es ein Sprichwort “Geld kannst Du nicht essen, wenn es Dir schlecht geht”.
    Wünsch Allen einen super schönen Tag :-)

  9. Leider habe ich den Film auch verpasst, ich wollte ihn gucken, nun werde ich ihn mir über my rtv anzeigen lassen, wenn er wieder kommt, um ihn dann aufzunehmen.

  10. Man kann bei http://rtv.de zum einen das tägliche Fernsehprogramm checken (wir haben z.B. keine fernsehzeitschrift, nur die Tageszeitung und da stehen lange nicht alle programme drin. Und zum anderen kann man sich registrieren (kostenlos) und z.B. Suchaufträge starten, dann wird man per eMAil benachrichtigt, wenn der bestimmte Film oder ein Film mit einem bestimmten Wort oder Schauspieler oder Genre kommt… Sehr praktisch, wenn man z.B. Filme mit einem Schauspieler sammelt…

  11. Pingback: Geld regiert die Welt – Let’s make money

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