He, spinnt die jetzt? Wieso muss man denn eine Blogfreie Woche machen, wenn man mal eben so nebenher bloggt? So oder so ähnlich werden sicherlich die Gedanken bei einigen gewesen sein. Die Blogfreie Woche war am Anfang so gedacht gewesen, dass wir in den Urlaub ohne Internet & Co. fahren wollten. Doch daraus wurde Arbeitstechnisch nichts und der Urlaub wurde auf Juli verschoben. Doch nachdem ich schon einige Gastautoren engagiert hatte, wollte ich persönlich eine Blogfreie Woche durch ziehen. Einfach um zu schauen, ob mir das bloggen fehlen wird oder ob ich wie ein Junkee auf Entzug ohne Drogen durch die Woche kommen muss. So habe ich die Selbsterfahrungswoche gestartet.
Ich muss gestehen, letzten Samstag, als Lena ihren großen Erfolg in Oslo feierte, dass es mir da ganz schön in den Fingern juckte. Ich saß sogar vor meinem PC und schaute, was die anderen Blogs so schrieben. Doch ich konnte mich zusammen reißen und habe meine Freude über den Sieg nicht im Internet publiziert. Zumal ich meine Saalwette nicht verlieren wollte, um einen Beitrag zu schreiben der a) in jedem 2. Blog zu lesen war oder b) nach einer Woche sowieso niemanden mehr interessiert.
Eine 2. Blog-Attacke kam am Montag-Vormittag, als die Israelis den Hilfskonvoi in internationalen Gewässern militärisch angegriffen haben und ich hier vor Wut am liebsten in die Luft gesprungen wäre. Attac hat in dieser Stunde eine Petitions-e-mail geschickt und ich konnte meinen Frust damit abbauen, indem ich die Petition bei Facebook veröffentlichen bzw. diese online unterschreiben konnte. Somit war die Gefahr gebannt, das ich Rückfällig wurde. Da der Abgang unseres Bundespräsi für mich keine besonders wichtige Nachricht für meinen Blog war, hatte ich kein Bedürfnis dazu meinen Senf abzugeben, auch wenn ich mich über die vielen klugscheißerichen Interviews, indem es um seine “Hyper-Sensibilität” und “Nicht Kritikfähigkeit” ging, ganz schön aufgeregt haben.
Der Rest der Woche war einfach. Am Dienstag entdeckte ich viele Dinge in meiner Wohnung, die einer dringenden Aufräumaktion bedurften. Jeden Tag habe ich ein Zimmer umgekrempelt und fühlte nach jedem Wegwurf eine ungemeine Erleichterung. An Bloggen habe ich zu diesem Zeitpunkt überhaupt nicht mehr gedacht. Zumal ich mit meinem 2. Onlineprojekt ziemlich viel zu tun hatte, dieses wieder auf Vordermann zu bringen. Durch das Bloggen habe ich es zu lange vernachlässigt.
In der einen Woche hatte ich auch ziemlich viel Zeit darüber nach zu denken, wie das mit meinem Blog so werden wird. Ob ich was verändern sollte. Schreibe ich zuviel am Tag und geht das in den Massen unter? Sollte ich ein paar Projekttage einführen, wie z.B. Donnerstag einen Linktag oder ähnliches. Doch mir ist nichts sinnvolles, spannendes und vor allem Neues eingefallen. Die meisten Ideen existieren schon X-fach im Internet, warum sollte ich sie adaptieren?
Ich habe beschlossen, das erst einmal alles so bleibt wie gehabt. Wenn ich Lust habe, schreibe ich 4-5 Artikel am Tag und wenn ich keine habe, dann auch mal zwei Tage nichts.
Fazit: Die Blogfreie Woche war sehr angenehm. Ich habe viel gelesen und Dinge gemacht, die ich sonst nicht mache. ABER, es bringt auch nichts, sich zu geißeln und das Bloggen mit Absicht einzustellen oder zu verringern. Ich habe einfach Spaß daran und solange wie das so ist, werde ich es weitermachen!

Hallo Jana
Ich finde deine Einstellunge gut. Ich habe auch immer wieder Tage, da könnte ich schon fast ständig etwas schreiben, an anderen Tagen mag ich mein Laptop erst gar nicht starten. So ist das nun mal und das ist auch gut so.
Grüsse aus der Schweiz
Leo
ich glaube auch, dass es nichts bringt das bloggen zu erzwingen. Sonst kommt am Ende doch nur Müll raus. Wenn man was loswerden will, dann tut man es halt. Ich hab zB in erster Linie angefangen zu bloggen, um meiner mom am Telefon einmal die Woche nicht alles nochmal erzählen muss, was ich die Woche über so gemacht , getan und gedacht habe. Nun finde ich aber auch immer mehr anreize andere sachen daraus zu machen und finde das gut. es kann aber genauso sein, dass ich mehrere tage nichts schreibe, einfach weil nichts besonderes passiert oder ich einfach keine zeit habe fotos oder so zu bearbeiten. da steht das leben an erster stelle. aber auch ich überlege immer wieder ob ich was an meinem blog verändern soll, auch weil ich gerne mehr leser hätte, die mir kommentare schreiben, denn das finde ich super spannend am bloggen.
Ich hab mich letztlich selbst erschrocken. Ich hab derzeit relativ viel Privat zu tun. Dann denke ich naja wird schon nicht so schlimm sein immerhin hast du ja erst letztlich gebloggt. Dann schaue ich aufs Datum und bemerke “Schon 6 Tage her?” Oh mein Gott, ich muss wieder bloggen. Komisches Gefühl aber irgendwie denk ich immer ich wäre meinen Lesern was schuldig gerade weil sich in meinen Feedreader so viele schöne Dinge anstauen.
Bin froh das deine Blogfreie Woche vorbei ist und wünsch dir eine Blogreiche Woche.
Martin :)
Mir ist das noch NIE aufgefallen, das du nicht täglich schreibst und manchmal sogar 6 Tage dazwischen liegen. Umkehrschluss würden das meine Leser vielleicht auch gar nicht mitbekommen, wenn ich mal 6 Tage lang einfach mal so verschwinde *nachdenk*
Ich glaube, die Mischung macht es. Ein bisschen bloggen und facebooken und dann real life, damit man etwas zu schreiben hat. Umso mehr geniesse ich das dann. Hei, aber ich habe Dich schmerzlich vermisst. Gastbeiträge sind doch irgendwie… naja.
Ich schließ mich Suse an – Internet und Bloggen ist toll – aber genauso genieße ich auch die Zeit im Kreise meiner Lieben….
Übrigens startet am Freitag ein neuer Blog, den ich mit meiner Frau zusammen aufzieh…es geht um kochen und essen und so und wird bestimmt ganz toll ;-)
Also wenn Du gern ein Rezept mit uns teilen magst würd ich mich freun wenn Du vorbeischaust: http://itssimple.de/rezept-einsenden/
Ganz liebe Grüsse
Micha
Eine sehr gesunde Einstellung!
Am besten ist es doch für alle Beteiligten, wenn sie auch alle Spaß daran haben, was sicherlich auch nur dann gewähleistet ist, wenn man sich nicht dazu zwingen muss.
Jeder Zwang, jedes Müssen ist doof, ehal, ob es sich auf das Schreiben oder Nicht-Schreiben bezieht. Was man/frau in der Freizeit macht, sollte Spaß machen und gut tun!
Jana schreibt viel… und viel interessantes und ich schaffe es kaum mit dem Lesen :-)
Bloggen muss Spass machen und das themenunabhängig und ich muss es auch mal nicht machen, ohne ein schlechtes Gewissen. Aber Bloggen ist eben Kommunikation und die brauche ich und wie ich sehe Jana auch :-)
Ich befürchte, das ich einfach zuviel schreibe, wenn du es gar nicht schaffst, alles zu lesen. Vor allem wenn der Feedreader noch mit anderen interessanten Blogs randvoll ist. Doch wann ist es zuviel und wann zuwenig?
ich seh das auch so. eigentlich sollte es sich von selbst regulieren. und sobald es zum stress wird, sollte man schaffen, es ein wenig zu reduzieren. allerdings muss ich gestehen, dass mir das selbst auch oft nicht gelingt, vor allem wenns ums kommentieren geht…