Urlaubsvertretung Tag 6
Trotzphase – Ein wichtiger Schritt zur Selbstständigkeit
ein Gastartikel von Torsten (Mamiweb)
Die Trotzphase ist sowohl für die Kinder als auch für die Eltern eine anstrengende Zeit. Doch jedes Kind kommt früher oder später in diese Phase, die von Wutausbrüchen, Toben und Trotzanfällen geprägt ist. Das Kind entdeckt seinen eigenen Willen und beginnt, damit zu experimentieren: Wie weit kann ich mit Mama und Papa gehen? Wo sind die Grenzen meines eigenen Willens? Hinter der Trotzphase steckt sowohl der Drang des Kindes, diese Grenzen zu testen als auch die Überforderung, mit den eigenen, bisher unbekannten Emotionen umzugehen.
Auf Euch Eltern kommen in der Trotzphase des Kindes viele Fragen zu und vielleicht fühlt Ihr Euch in gewissen Situationen sogar überfordert. Es ist auch schwer, genau zu wissen, wie man am besten mit einer Trotzreaktion umgeht.
Eltern, deren Kind in der Trotzphase ist, sollten sich bewusst einige Gedanken machen, wo ihre eigenen Grenzen liegen. Ist es für Euch in Ordnung, wenn das Kind nackt rund um den Tisch läuft? Einmal vielleicht ja. Aber jeden Tag? Alles, was man einmal mit einem Lächeln belohnt hat, wird von einem Kind gerne wiederholt. Also müssen Eltern genau beobachten, welche Signale sie dem Kind zu seinem Verhalten senden und welche schlechten Gewohnheiten sie dem Kind dadurch unbewusst beibringen. Nur so kann man es schaffen, sich beim trotzenden Kind mit Konsequenz überzeugend durchzusetzen.
Die meisten Kinder haben kleine Tricks, mit denen sie das Herz der Eltern weich kochen. Der taktisch klug eingesetzte Gesichtsausdruck „Bin ich denn nicht süß?“ kann schon einmal dazu führen, dass wir Eltern uns nicht daran halten, was wir uns vorgenommen haben, nämlich konsequent zu sein.
Doch Eltern können in der Trotzphase am Ruder bleiben, wenn ihnen stets bewusst ist, dass die Geschehnisse des Alltags von ihnen gesteuert werden sollen und nicht vom Kind. Die Trotzanfälle der Kinder sind zum Teil berechenbar. Wenn man sich dies bewusst macht, ist es viel einfacher, Ruhe zu bewahren und Geduld zu haben. Klärt Ihr mit dem Kind zum Beispiel schon vor dem Einkaufen, dass es keine zusätzlichen Süßigkeiten bekommt, ist die Vermeidung eines Trotzanfalls viel wahrscheinlicher.
Da aber solche Trotzanfälle in der Regel in stressigen Situationen und oft in der Öffentlichkeit passieren, kann es beim Kind – trotz konsequentem Verhalten der Eltern – zu einem hysterischen Ausbruch kommen. Das Kind sucht damit lauthals Aufmerksamkeit. Die meisten von Euch greifen sich in solchen Fällen an den Kopf und würden am liebsten vom Ort verschwinden. Doch auch Hysterie kann man in den Griff bekommen, indem man die Aufmerksamkeit des Kindes umlenkt, das Verhalten ignoriert oder dem Kind eine „Auszeit“ verordnet.
Ihr solltet als Eltern bei einem trotzenden Kind immer respektvoll eingreifen und keinerlei körperliche Gewalt ausüben. Dies würde dem Kind nicht die Grenzen zeigen, die einzuhalten sind, sondern nur, dass Ihr überfordert seid. Jedoch kann es passieren, dass auch einmal Eltern die Selbstbeherrschung verlieren und laut werden. Bei eigenen Wutausbrüchen müsst Ihr auch an Euch selbst arbeiten: die Situation genau analysieren (Was führte zum Wutausbruch?), Eure Reaktion durchdenken (Warum bin ich ausgeflippt?) und bei unkontrollierter Wut Euch selbst eine Auszeit verordnen, um Euch zu sammeln.
In Sachen Trotzanfall gibt es kein Patentrezept. Doch eines ist sicher: Bewusste und liebevolle Disziplin ruiniert nicht die Liebe und die verständnisvolle Beziehung zwischen Eltern und Kindern. Ganz im Gegenteil. Sie wird dadurch nur noch mehr gefestigt.

ich sage dazu nur…Intuition…oder ganz einfach auf seinen Bauch hören.
In den meisten Fällen entscheidet man(n)/Frau sich dann automatisch richtig im Fall der Fälle.
Der moderne Mensch neigt dazu sich zu sehr an irgendwelche Ratgeber zu klammern und es so zu machen wie es irgendwer aufgeschrieben hat.
meine bescheidene Meinung
derPapa