100 Tipps für meine Artikel gesucht

Manchmal verstehe ich die Welt nicht mehr. Vor einiger Zeit habe ich einen großen Testbericht über Postkarten-Druckereien geschrieben. Dieser Artikel hat mich nicht nur eine halbe schlaflose Nacht gekostet, sondern auch ca. 5-6 Stunden Arbeitszeit. Vor allem das recherchieren der Fakten war sehr, sehr aufwändig. Nach meinem Gefühl her habe ich mir sehr viel Mühe gegeben und mir auch dementsprechend Resonanz gewünscht. Doch das Ergebnis ist mager. Mal gerade 6 Antworten.

Gestern habe ich einen Artikel über meine Yucca-Palme geschrieben. Mal so nebenher. Bearbeitungszeit keine 15 Minuten. 7 Antworten.

Jetzt ist die Frage, was habe ich falsch gemacht. Habe ich die 10 Tipps für eine optimale Blog-Headline nicht umgesetzt? Interessiert das Thema keinen Menschen? Ist der Inhalt zu lang? Hätte ich an das Thema anders herangehen sollen? Z.B. das man es vorher ankündigt?

Oder sollte ich den Schluss daraus ziehen, das aufwändig recherchierte Blogartikel sich eh nicht lohnen?

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Autor: Jana

Hallo, ich heiße Jana. Ich liebe das bloggen und die Fotografie ist meine größte Leidenschaft. Ich freue mich auf deinen Kommentar!

29 Kommentare

  1. Ich würde einfach mal schätzen, dass bei den beiden Artikeln zwei unterschiedliche Faktoren reingespielt haben.

    1. Der Artikel über die Druckereien war zwar interessant aber nicht jeder deiner Leser braucht dieses Wissen zu diesem Zeitpunkt. Und was soll ich schreiben, wenn ich zum Beispiel 3 Wochen vorher schon irgendwo bestellt habe? Das dein Artikel zu spät kommt? Sowas schreib ich nicht unter einen Informationsbeitrag. Was soll ich schreiben, wenn ich zum Zeitpunkt des Erscheinens nicht mal mit dem Gedanken spiele Postkarten drucken zu lassen?

    2. Yuccapalme = Pflanze+(viele mitlesende) Frauen = so ziemlich jeder kann mitreden

    Das ist das Los, wenn man einen Blog mit ganz vielen Themen hat. Manche Themen sind einfach zu speziell. In einem Blog, der sich ausschließlich mit Technik, Tipps und Tricks rund ums Foto beschäftigt, hättest du sicherlich auch mehr Reaktionen darauf gehabt. Einfach, weil da dein Klientel anders wäre als es hier ist.

    • Komisch ist aber, das ich ganz oft gefragt wurde, wo ich meine Karten machen lasse, was das kostet usw. Daher bin ich davon ausgegangen, dass das Thema gerade für meine Leser interessant ist.

  2. Wahrscheinlich haben die meisten es nur gelesen, es aber unter “da muss ich unbedingt wieder gucken, wenn ich was brauche” abgespeeichert =) Du hast doch auch mal Kalenderdruckereien getestet, das weiss ich noch. Hei, und wieso ist Dein Kommentar unter Fridas Bild in FB weg? Hast Du das wieder gelöscht? Da wollte ich nämlich gerade drauf antworten, hehe.

    • jetzt bist du doch im spam gelandet…
      Facebook spinnt schon seit vielen Stunden… ich habe 5 oder 6 Anläufe gebraucht, mein neues Profilbild zu posten und dann war es weg, dann 3x da, dann wieder weg… dann sind meine Kommentare weg oder ich kann die nicht lesen, die ich per e-mail bekommen habe…

      Janein, Kalenderdruck… da habe ich nur zwei ausprobieren können, das reicht für ein Testing nicht, zumal die beiden sich komplett unterschieden haben. Der eine Kalender war vorgefertigt wie bei einem Fotobuch und den anderen habe ich in Indesign erstellt und einer Druckerei geschickt…

  3. Tatsälich ist es so, wie Suse sagt: gelesen, abgespeichert. ich finde es zwar toll, daß es Druckereien gibt, bei denen man Postkarten machen lassen kann und es ist sicher eine schöne Geschenkidee und alles, nur – es nützt mir einfach zur Zeit nichts. Aber ich werde mit Sicherheit darauf zurückgreifen, falls ich mal Postkarten in Deutschland drucken will.

    Und zu faul zum Kommentieren bin ich auch oft und damit stehe ich warscheinlich auch nicht alleine.

    • Ich bin auch ein Kommentier-Faultier, doch bei guten Artikeln gebe ich eigentlich immer meinen Senf dazu :-)

      Ich hatte z.B. in dem Artikel gefragt, wer auch schon mal Postkarten hat drucken lassen und ob ich die Infos bekommen könnte für meinen Vergleich. Dazu hat sich nur einer geäußert. Dabei weiß ich, das andere das auch schon machen lassen haben. Und das finde ich schade.

  4. ich würde an deiner stelle nicht den kopf in den sand stecken. sicherlich sind postkarten nicht das thema, was viele besucher anspricht. obwohl ich selbst an fotoprodukten interessiert bin, gehören postkarten nicht dazu.
    dann kommt noch ein anderer aspekt für mich hinzu … aus technischer sicht: für mich ist es erst dann sinnvoll, wenn sich die ergebnisse an eine gewisse “norm” anlehnen … d.h. zum beispiel farbkalibrierter bildschirm. subjektive wertungen gehören ebenso dazu und geben dem ganzen einen gewissen charakter, aber der ausgangspunkt sollte etwas “handfestes” sein. ;)
    ich persönlich finde deine “erfahrungsberichte” a la hdr spannend … inkl. beispielbilder. die beschreiben es für mich am besten … :)

    so … ich hoffe der kommentar landet hier … bzgl der urlaubsvertretung war er auf einmal weg … :(

    • Farbkalibrierung: das mag für Fotos oder Leinwände wichtig sein. Aber was nutzt die beste Farbkalibrierung, wenn das Papier für eine Postkarte zu dünn ist oder die Rückseite nicht beschreibbar ist? Ich habe mich hier auf Kriterien festgelegt, die essentiell für eine Postkartenproduktion ist. Farbkalibrierung ist es für mich nicht. Zudem hätte ich gar keine Möglichkeit, dies technisch zu testen.

      • es ist doch egal, ob ein foto auf papier, leinwand, poster oder am bildschirm dargestellt wird: es sollte überall gleich aussehen. erst dann wäre die basis gegeben, sich über die qualitäten auszutauschen. “nur” weil es eine postkarte ist, sollte man auch da keine abstriche machen … mich würde es gewaltig ärgern, wenn die druckerei meine farben verhunzt. ;)

        was die möglichkeiten betrifft: es gibt lösungen und sei es “nur” die visuelle anpassung bzw. srgb

        • Über die Farbqualitäten habe ich geschrieben. Z.B. das der Schwarzanteil bei den Moo-Karten viel zu hoch ist, während die Farben von overnightprints genau so waren, wie sie sein sollten. Ich habe es nur nicht technisch bewiesen, wie es in Zeitschriften gemacht wird. Dazu fehlt mir die Technik.

          • etwas erbsenzählerei: kann es nicht auch sein, dass der hohe schwarzanteil der “richtige” druck war, den du nur nicht sehen kannst, weil dein monitor/display falsch eingestellt ist?

            es ist keine technik* in dem sinne notwendig … vielmehr eine frage der geräte- und softwareeinstellung.

            so .. genug, sonst denkst du ich will stänkern ;)

            * es sollte nur ein “fototauglicher” monitor sein

          • warum sollte der für mich richtige Druck falsch sein und wieso unterstellst du das mein Monitor nicht kalibriert ist? Ist er nämlich… und ein bisschen solltest du mir auch zutrauen dürfen, das ich einen zu hohen Schwarzanteil erkenne.

          • Noch ein Nachtrag: Mein Artikel erhebt keinen Wissenschaftsanspruch. Er soll stattdessen anderen Laien helfen, ihre privaten Postkarten zu einem guten Preis-Leistungsverhältnis bestellen zu können.

  5. Ich habs auch unter “Wenn ich mal Karten brauche, weiß ich wo ich kucken muss” abgespeichert. Ein gut recherchierter und stimmiger Artikel wirft vielleicht auch einfach nicht so viele Fragen auf, wie ein “Bla”-Thema. Wie Trueffel schon geschrieben hat: Bei der Yuccapalme hat (fast) jeder schon irgendwelche Erfahrungen gemacht und ein Kommentar ist einfacher abgegeben als bei einem komplexeren Thema.

    Bei mir kommen viele Hits auf Seiten die sich mit in Deutschland ungewöhnlichen Rezepten oder Zutaten befassen und quasi auch etwas ordentlicher recherchiert sein müssen. Ich stell mir vor, dass deine Zusammenstellung da auch ein Kandidat ist so . Da hat allerdings erst einer (!) seit 2007 überhaupt kommentiert, meine anderen Kommentatoren sind regelmäßige Leser.

  6. Ich bezeichne dieses Phänomen als eines der Mysterien des Internets und habe es bei mir im Blog auch schon oft beobachtet. Die unterschiedlichsten Gründe können eine Rolle spielen bzw. zusammenkommen, warum ein Artikel viele oder wenige Kommentare erhält. Gerade bei gut recherchierten Artikeln spielt aber auch eine Rolle, dass diese oft umfangreicher sind und viele sie nicht mal lesen, weil es ihnen zu aufwändig erscheint (es sei denn für sie ist das Thema gerade akut aktuell). Andererseits, gibt es Blogs, die dauernd lange Artikel schreiben und offenbar nehmen sich da viele Leser die Zeit, die langen Artikel auch zu lesen aber das sind dann auch spezialisierte Blogs und die haben dann vermutlich auch eine andere Leserschaft “herangezogen”. Allzu viele Gedanken würde ich mir darüber nicht machen, es hängt sicher nicht mit der Qualität Deines Artikels zusammen. Viele Blogleser haben viele Feeds in ihren Readern und picken sich nur gezielt raus, was sie gerade interessiert oder scannen über den Großteil der Artikel nur mal schnell drüber. Hat man viele Hausfrauen und Mütter unter seinen Bloglesern, haben die meist auch nur kurze Zeitfenster in denen sie in den von ihnen abonnierten Blogs lesen und oder kommentieren können und viele lassen sich da auch nicht auf Artikel bzw. Diskussionen ein, die evtl. zeitintensiver sein könnten. Das sind jedenfalls meine Beobachtungen. Artikel, wo man schnell mal einen Kommentar, eine kurze Bemerkung ablassen kann, die vielleicht auch noch etwas witzig ist, werden eher kommentiert als Artikel wo man sich genauer überlegen muss, was man zum angeschnittenen Thema schreibt. Plus, die Aufmerksamkeitsspannen scheinen bei vielen Internetnutzern auch immer kürzer zu werden. Manche (viele?) Nutzer erscheinen mir wie die Bienen, die über einer riesigen Blumenwiese herumschwirren und immer nur kurz auf einem Blümchen landen, ein wenig vom Nektar kosten bzw. ein bisschen Blütenpollen einsammeln und summ, sind sie schon zur nächsten Blüte weiter. ;o)

    • “Manche (viele?) Nutzer erscheinen mir wie die Bienen, die über einer riesigen Blumenwiese herumschwirren und immer nur kurz auf einem Blümchen landen, ein wenig vom Nektar kosten bzw. ein bisschen Blütenpollen einsammeln und summ, sind sie schon zur nächsten Blüte weiter.”
      Das hast du schön geschrieben, ich kann mir vorstellen das es so ist.

      Dazu fällt mir ein, das ich letztens in einem bekannten Frauenblog die Kritik zu den Kommentaren gelesen habe, dass es zu informativen/kritischen Artikeln oft die dümmsten und unflätigsten Kommentare kommen. Ich muss den Artikel noch mal suchen, der war gut….

      Nun, das Problem habe ich hier (noch) nicht, aber kein Kommentar oder nur wenige ist auch nicht schön.

  7. Ich glaube der durchschnittliche Blogleser ist einfach unberechenbar. Mir geht das auch oft so… wenn ich einen Artikel habe (bzw bei mir meist ein Bild) das ich besonders gelungen finde, dann krieg ich oft überhaupt keine Resonanz drauf, auf etwas anderes eher mittelmäßiges dann plötzlich schon…

  8. Mach Dir keinen Kopf. Sie ist die Blogosphäre manchmal.
    Einmal schreibt man sich die Finger wund und es interessiert keinen und das andere Mal haut man einen Quicky raus und es hagelt Kommentare… das Schicksal der Blogger!

  9. Hallo Jana,
    ich versteh auch manchmal die Kommentarhäufigkeit zu den unterschiedlichsten Themen nicht.
    Dein Postkartenartikel liegt hier noch, denn vor wenigen Tagen sind meine Karten gekommen und ich wollte dir noch über meine Erfahrungen schreiben.
    Aber ich bin derzeit nicht so fit und ertrinke in Arbeit. Aber das sollte eigentlich keine Entschuldigung sein. Schließlich würde ich mich über mehr Kommentare bei meinen Bildern auch freuen.
    Mach ruhig weiter so, ich finde deinen Blog klasse und sehr informativ.

    LG
    Annette

    • Du hast welche machen lassen? Das ist klasse. Jetzt bin ich auf deinen Bericht sehr gespannt, vor allem wo du die hast machen lassen und wie sie dir gefallen.

  10. Völlig falscher Ansatz.
    Ich denke, man kann den “Erfolg” eines Artikels nicht an der Zahl der Kommentare messen.
    Wie wäre es mit einem PlugIn, welches die Anzahl der Hits einzelner Artikel zählt? Damit kannst du genau sehen, wie viele Leser sich den Artikel angeschaut haben.

    Beispiel von mir : Ich habe einen Artikel, der hat 15 Kommentare. Ist bei mir schon recht viel, aber der Artikel wurde 1952(!) mal angeschaut. Und das zeigt sehr deutlich die Diskrepanz zw. Anzahl Kommentare und tatsächlicher Leser.

  11. Das habe ich auch öfters beobachtet. Der Artikel, mit dem ich mir ewig viel Mühe gebe, der eigentlich als kleines “Zugpferd” gedacht war, kriegt 3 Kommentare. Das Blumenfoto dann 15.

    Wär mir jetzt langweilig, würd ich mal eine Übersicht mit “Anzahl der Betrachtungen” (hab das von Daniel empfohlene Plugin schon ne Weile laufen) und “Anzahl der Kommentare” auftragen. Allerdings ist mir nicht langweilig. Interessant wäre es aber trotzdem mal…

    • ja schade, ich habe das plugin von daniel nicht zum laufen bekommen, aber ich habe noch analytics zum gucken…

      ja zugpferd ist der richtige Ausdruck, ich war bisher der Meinung, das richtiger Content, also Inhalt der anderen Lesern was nützt, eigentlich der wichtigere ist, aber wahrscheinlich täusche ich mich da…

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