Ich liebe Mohrenköpfe. Kennt ihr die? Sie bestehen eigentlich aus 2 runden Biskuitteighälften (auch Teekuchen genannt), die zusammen geklappt werden und innen mit Vanillepudding gefüllt sind. Der Deckel wird mit dunkler Schokoladenglasur bestrichen. In meiner Kindheit gab es die bei jedem Bäcker. Hier in Sachsen kennt man die leider nicht. In meiner Heimat gibt es sogar Bäcker, bei denen man die Teekuchen bestellen kann und diese dann zu Hause selber füllt. Ich habe hier mehrere Bäcker abgelaufen und gefragt, ob ich die bestellen könnte, aber sie kannten noch nicht einmal Mohrenköpfe! Not macht bekanntlich erfinderisch und so habe ich stattdessen eine große Packung Eierbiskuitplätzchen gekauft. Zwischen die zwei Hälften Pudding gefüllt und den Deckel mit schöner dunkler Schokolade bestrichen. Für den Sohnemann habe ich zusätzlich ein paar Mohrenköpfe mit Mini-Smarties verziert. Übrigens koche ich den Pudding nur mit 0,4L Milch, statt 0,5L, sodass er richtig fest wird.
Ich habe vorhin auch mal gegoogelt, ob jemand das Rezept für die Mohrenköpfe hat (die oft mit Schaum- oder Negerküssen verwechselt werden) und bin fündig geworden:
Zutaten für die Biskuitmasse
4 Eigelbe
6 Eiweiß
1 Eierschale kaltes Wasser
50g Mehl
50g Zucker
50g Weizenpuder (auch Mondamin genannt)
Prise Salz, etwas Zitronen-AromaHerstellung
Eigelbe mit Wasser und Mehl so lange rühren, bis das Mehl entzäht ist, dann Eiweiß mit Zucker zu Schnee aber nicht zu fest schlagen und das Weizenpuder zum Eiweiß geben, danach das Eiweiß vorsichtig unter die Eigelbmasse heben. Aufgespritzt wird die Masse mittels großer Lochtülle auf sogenannte Mohrenkopfbleche, das sind Knopfbleche die gefettet und bemehlt werden. Ansonsten kann man die Masse halbkugelförmig auf Backpapier dressieren, was natürlich ein Aushöhlen der Schalen nach dem Backen erfordert. Eine andere Möglichkeit wäre, etwas Teig in Muffinformen zu füllen.
Gefüllt werden die Mohrenköpfe mit einer Vanillepuddingcreme, der Eigelbe zugesetzt werden.
Als Überzug Zartbitter-Kuvertüre nehmen.


Hmm, sehen die lecker aus!
Das kenne ich gar nicht – interessant und lecker schauts aus.
Also bei uns hießen auch tatsächlich Negerküsse immer so. Aber das da klingt auch lecker =)
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