Multitasking-Praktikum

Ab und an schaue ich mal in meine Spam-e-mails, ob sich da nicht doch etwas hin verirrt hat, was durch aus ernst gemeint sein könnte. So öffne ich vorhin diesen Ordner und wenige Sekunden später stehen mir vor Lachen die Tränen in den Augen. Köstlich.

Da bekomme ich eine e-mail mit dem Inhalt, dass sich eine Person bei mir auf ein fotografisches Praktikum bewerben möchte. Die Mappe wird gleich mitgebracht. Da die Anrede vergessen und auch leider nicht geschrieben wurde, woher die Person denn kommt, ist das die beste Scherz-e-mail, die sich seit langem zu mir verirrt hat.

Und so habe ich mir eben vorgestellt, das ich, eine Makro-Blümchen knipsende Mutti Projektmanagerin einer kleiner Firma einen Praktikanten betreue. Ich bevorzuge männliche, knackige Praktikanten. Ich meine, der Alltag ist sonst zu trist, ihr versteht was ich meine *räusper*. Meine Fantasie überschlägt sich zu diesem Zeitpunkt weiter.

Unter der Praktikumsüberschrift “Trainee Multitaskingfotograf (Homezone)” sind die Locations sowie Innen als auch Außen. Auch die Aufnahmebereiche sind vielfältig: ob Weitwinkel (Ordnungsaufnahme des gesamten Kinderzimmers), Makro-Aufnahme (Staub- und Krümelaufnahme unterm Eßtisch) oder Tele (was hält der Sohn in den Händen?).

Während des Praktikums darf selbstverständlich ständig und überall fotografiert werden, nur sollten dabei die häuslichen Pflichten nicht vergessen werden: windeln, anziehen, baden, kochen, einkaufen gehen, Kindergarten holen und bringen, spielen, streiten, basteln, kämpfen, essen, wischen, ins Bett bringen etc. – nur um einige der Praktikumspflichten neben dem Fotografieren aufzuzählen.

Leider kann ich für das Praktikum nicht bezahlen, besser ist es Geld mitzubringen. Dafür gibt es Bananen, Kaffee, Tee und Kekse frei Haus. Action inklusive und ab und zu ist auch ein Spaßfaktor zu haben (wenn Babyboy sich nicht mal gerade in einer Phase befindet).

Wer sich dann nach diesen 6 Wochen Praktikum in der freien Wirtschaft als Multitaskingfotograf seine Brötchen verdienen will, der wird mit Kusshand überall genommen. Mehr Stress-Resistenz kann nirgendwo erlernt werden.

Und zu guter Letzt: natürlich stehen auch Blümchen-Makros auf dem Lehrplan, doch dann müssten wir das Praktikum auf 6 Monate in den Sommer hinein erweitern…

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Autor: Jana

Hallo, ich heiße Jana. Ich liebe das bloggen und die Fotografie ist meine größte Leidenschaft. Ich freue mich auf deinen Kommentar!

5 Kommentare

  1. Oh klasse – so einen Praktikanten bräuchte ich auch, am besten im Frühjahr: Rasen vertikutieren, Vogelhaus und Mauer streichen, Dachrinnen säubern, Gartenschuppen ausmisten, ggf Reparaturen erledigen, Hecke schneiden, ………. zwischendurch darf dann auch die sprießende Natur aus jeder Perspektive in Hülle und Fülle fotographiert werden.

  2. SÜSS … mich haben leute auch schon angeschrieben, ob ich ein praktikum biete oder ob sie meine schreibarbeiten übernehmen wollen. ich weiss nicht, wie sie darauf kommen, dass ich irgendetwas zu verschenken hätte. in meinem blog bin ich doch nur am jammern, dass es zu wenig ist. also können sie nicht lesen … und so etwas kann ich überhaupt nicht gebrauchen! :D

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