Fotoprojekt zwölf2010 – Projektmanagement

Als ich die Idee zu dem Fotoprojekt hatte und es spontan ohne Titel und Anleitung ins Netz stellte, hätte ich niemals geahnt, das hier über 220 Anmeldungen bei mir ankommen würden. Spätestens ab dem 150. Teilnehmer musste ich mir was überlegen, wie ich das Projekt managen kann. Da ich beruflich die letzten 10 Jahre nichts anderes gemacht habe, nämlich Projekte mit vielen Inhalten und Teilnehmern zu verwalten und zu betreuen, war mein erster Gedanke, dass ich das hier im privaten ähnlich anwenden muss.

Wie bin ich vorgegangen?

Eine kleine technische und organisatorische Analyse.

1. Datenbank

Schritt 1: Nachdem die Anmeldefrist abgelaufen war, bin ich in meine PHP-Datenbank gegangen und hab erst einmal alle Kommentare zu diesem Projekt exportiert. Innerhalb von 2 Artikeln zu diesem Projekt sind nämlich fast 500 Kommentare eingegangen. Jetzt werden sich einige fragen, wie das geht.

Ganz einfach: man kennt die Artikel ID (diese steht z.B. in der Browserleiste wenn man den Artikel im Dashboard bearbeitet). Nun kann man in der Datenbank nach allen Kommentaren suchen, die zu diesem Artikel abgeben worden und anschließend als Exceldatei exportieren.

2. Exceltabelle

Schritt 2: In der Exceltabelle habe ich erst alle Kommentatoren alphabetisch sortiert und dann alle doppelten Kommentaren mithilfe einer Formel gelöscht (In Spalte A stehen also die Werte, dann schreibe in Zelle B1 folgendes:  =WENN(VERGLEICH(A1;A:A;0)=ZEILE();”";”Doppelt”))

So hatte ich alle e-mail Adressen und alle Projektteilnehmer.

3. Dreamweaver

Schritt 3: Anschließend habe ich mithilfe von Dreamweaver eine Tabelle in einer html-Datei erstellt, in der ich alle Teilnehmer eingetragen habe. Das musste ich leider per Hand machen. Mithilfe von “Suchen und Ersetzen” konnte ich fast alle HTML-Codes automatisch ersetzen und somit die vielen Bilder für die nächsten Monate anlegen. So brauche ich in den kommenden Monaten nur noch das Bild auf den Server speichern und es wird automatisch angezeigt. Nachdem der html Code der Tabelle fertig war, konnte ich ihn in WordPress unter HTML Ansicht einfügen. Das habe ich vorab ewig üben müssen, sodass die Tabelle bei meinem Layout auch ordentlich angezeigt wird und nicht über die Menüleisten hinausläuft. Sehr tricki…

4. Datei-Explorer

Schritt 4: Nachdem in den letzten Wochen die Bilder eingegangen sind, habe ich sie einheitlich nach der Teilnehmernummer abgespeichert. So bekommen die Bilder die Nummern für Januar 01-01.jpg, Februar 01-02.jpg, März 01-03.jpg usw. Anschließend werden sie einheitlich mit einer Photoshop-Aktion klein gerechnet.

5. Geosetter

Schritt 5: Nachdem die Fotos alle komprimiert wurden, wurden sie in Geosetter geöffnet. Geosetter ist eine kleine kostenlose Software , mit der man die Exif-Dateien bearbeiten kann. Hier habe ich die Nr. und die Homepage des Bildgebers eingetragen. Zusätzlich konnte ich das Bild verorten und die Koordinaten speichern.

Schritt 6: Nachdem diese Arbeitsschritte vollbracht sind, lade ich die Bilder alle auf den Server hoch und speichere sie in die Nexgen-Galerie. Dort berechne ich noch einmal die Vorschaubilder und lasse die Metadaten aktualisieren.

Wenn die Fotos nach diesem Schritten bearbeitet sind, stehen sie zum einem automatisch in den zwei Teilnehmerlisten und zum anderen im Google Map Artikel.

Wie geht das die nächsten Monate weiter?

Ich habe mich für diese anfänglichen aufwendigen Vorbereitungsmaßnahmen entschieden, weil ich die nächsten Monate keine Arbeit mehr damit haben möchte. Ich bin von Natur aus faul und ein Langschläfer :-) So muss ich in den nächsten 11 Monaten nur noch die Bilder nach meinem Schema umbenennen, in PS per Aktion komprimieren und auf den Server hochladen. Die Google Map Geschichte werde ich nicht jeden Monat weiter führen, das wäre zu aufwendig.

Wenn jetzt noch mehr Leute abspringen, werde ich es daran sehen, das die Bilder in der Liste fehlen werden. Es wird einfach ein rotes Kreuz angezeigt.

Wer Fragen hat, kann sich gerne melden…

PS: Wer jetzt denkt, die hat ja zuviel Zeit, der mag recht haben. Doch es ist mein Hobby und ich bilde mich durch diese Sachen weiter. Zum einen habe ich bei diesem Projekt gelernt, mit Dreamwaever zu arbeiten (kannte bisher nur Adobe GoLive, welches aber unter Vista nicht mehr läuft). Habe gelernt, mit Geosetter Exif-Dateien zu bearbeiten. Und es ist für mich jedes Mal eine Herausforderung so ein Mammut-Projekt zu organisieren. Ich bin dabei penibel und pedantisch, habe trotzdem aber sehr viel Spaß dabei. Und ich freue mich darüber sehr, wenn es meinen Lesern auch gefällt.

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Autor: Jana

Hallo, ich heiße Jana. Ich liebe das bloggen und die Fotografie ist meine größte Leidenschaft. Ich freue mich auf deinen Kommentar!

9 Kommentare

  1. Hallo Jana!
    Dein Artikel hat mich jetzt neugierig gemacht, da ich selbst wohl nie auf die Idee gekommen wäre das so zu machen, wahrscheinlich weil mir die Ahnung dazu fehlt.

    Was machst du denn beruflich?

  2. Wow! Ich bin beeindruckt. Ich könnte das schon rein technisch gar nicht umsetzen. Aber bei 200 Teilnehmern ist es wahrscheinlich anders gar nicht mehr möglich, um überhaupt annähernd den Überblick zu behalten.

    LG Pat

  3. ich kann mich april nur anschließen – ein Buch mit sieben Siegeln und allein dvon Deiner Beschreibung schwirrt mir der Kopf. ich wüsst ja noch nicht mal, wo und nach was ich suchen sollte, um mir solche Arbeit zu erleichtern oder, geschweige denn das ich so kleine Bilden in Tabellen etc. überhaupt hochladen könnte. Aber wer weiß, vielleicht bin ich nach ein paar Jahren Blog-Erfahrung auch schlauer, ein bisschen habe ich ja jetzt schon hinzugelernt…

  4. Ich muss dich wirklich bewundern!
    Ich hätte mich wahrscheinlich nie getraut so ein Projekt auch umzusetzten, obwohl ich soetwas eigentlich sehr gerne mache und mich auch mit Neuem beschäftige!
    Aber auch diese Zeit wird kommen, denke Ich!

  5. Mir würde nie einfallen, daß Du ZU VIEL Zeit oder gar Langeweile hast! Du hast so viele phantastische Ideen, die Du gekonnt umsetzt und ich bekomme durch Deine Seite sehr viele Impulse!
    Ich empfinde das “Basteln mit der Technik” auch als Hobby und mich verstehen auch die wenigsten, wenn ich in meiner Freizeit schicke Excel-Tabellen stricke :-)
    Mach einfach weiter so! :-)

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