Zwergenaufstand

Ich bin mal wieder ratlos, was mit meinem Sohn los ist. Wenn ich ihn im Kiga abhole und frage, ob etwas vorgefallen ist, dann heißt es immer: “nein, er spielt, er ißt gut, er schläft” usw. Auch wenn ich frage, ob er weint oder maulig ist, erhalte ich eine negative Antwort. Bekomme ich also ein anderes Kind mit nach Hause? Denn kaum betreten wir die Wohnung wird Gustav unausstehlich. Er gnatzt, weint, wird wütend und wirft alles weg was man ihm gibt oder er nimmt sich einen Bauklotz und hämmert wie wild rum. Bekommt er nicht so viel Kekse wie er will, wird lauthals rumgeschrien und ich werde weggestossen. Manchmal haut er mich schon. Hier konsequent zu bleiben, fällt mir wirklich schwer, da ich ja eigentlich möchte das er wieder lacht und späßchen macht. Doch so geht das nicht. Er probt den Zwergenaufstand, auch bei meinem Partner. Seine Wutausbrüche sind nervenaufreibend. Er ist sowas von aktiv, dass ich ihn nicht mehr halten kann. Mein Partner hat schon gesagt, hoffentlich wird er nicht hyperaktiv. Das geht jetzt seit Ostern so. Ist das mal wieder ein Wachstumsschub? Doch warum macht er das im Kiga nicht? Oder wird mir das nicht gesagt? Jetzt schläft er gerade, nachdem wir einen wirklich anstrengenden Nachmittag hinter uns haben…

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Autor: Jana

Hallo, ich heiße Jana. Ich liebe das bloggen und die Fotografie ist meine größte Leidenschaft. Ich freue mich auf deinen Kommentar!

8 Kommentare

  1. Wenn Benedikt sich so aufführt kann ich eigentlich fast immer davon ausgehen, dass er müde ist. Vielleicht bekommt Gustav im KiGa nicht genug Schlaf oder die Zeit danach ist bereits wieder so anstrengend, dass er noch ein kleines Schläfchen am Nachmittag braucht. Benedikt ist ja fast 9 Monate älter als Gustav und er fällt etwa alle 4-5 Stunden in so ein kleines Müde-Loch.

  2. das kenn ich nur zu gut. unser babyboy ist ganz oft laut, wütend und launisch und wir fragen uns immer was da wohl falsch läuft, wenn wir aber zu besuch sind, ist er das vorzeigebaby und keiner glaubt uns, dass wir zuhause mit dem teufel kämpfen müssen. wir haben auch angst, dass er hyperaktiv sein könnte, aber wer weiß das schon… vielleicht alles nur eine temperamentsache

  3. Hallo Jana,
    Du hast schon erfahren, dass du nicht die einzige Mama bist die dieses Phänomen erlebt.
    Bei mir sind es sogar zwei Kinder, die sich zu Hause teilweise völlig anders verhalten als im Kiga.
    Manchmal glaube ich, das die Erzieherinnen von völlig anderen Kindern sprechen.
    Ansonsten probt Gustav wohl gerade den Aufstand gegen Euch. Wo sind Eure Grenzen? Kann ich sie vieleicht doch ein wenig ausdehen.
    Bei Euch weiß er, dass er das kann, da Ihr ihn trotz seiner Wutanfälle immer lieben werdet.
    Aber ich kann Dich beruhigen, es kommen auch wieder ruhigere Phasen.

    Sigrid

  4. Das Problem hatte ich mit meiner Großen auch vor einiger Zeit. Ich denke es lag bei uns zum einen daran, dass sie sehr müde war und zum anderen daran, dass ich sie ohne es zu merken verwöhnt hatte. Nach dem Kiga durfte sie eine zeitlang erstmal essen was sie wollte bis das Essen fertig war und dann hab ich das irgendwann aufgehört oder sie hat nicht bekommen was sie wollte. Schon ging der Machtkampf los. Ich hab sie dann einfach auf dem Boden sitzen und schreien lassen und bin erstmal ins Wohnzimmer gegangen. Nache einer Weile hatte sie dann aufgehört zu brüllen und kam ins Wohnzimmer zu mir geschlichen und hat ganz brav gefragt “Mama, was gibt es denn heute zu essen?” Mittlerweile hat sich das – ich nenne es mal “Gezicke” – aufgehört

    Liebe Grüße
    lilo

  5. :-) Tut mir leid, aber ich musste gerade grinsen – vom einem Ohr zum anderen.
    Was glaubst du was bei uns zu Hause los ist (aehm im Moment weiss ich das zwar selber nicht, da ja weg), noch und ich betone noch koennen wir ueber das wuetende sich durchsetzende wollende Kindlein lachen. Durchhalten ist die Parole und locker bleiben, das vergeht wieder (um dann…)

  6. Bei uns ganz genauso. Frida ist bei der TAgesmama der reinste Sonnenschein, die 3-4 Stunden abends sind aber der reinste Albtraum, oft auch die Wochenenden, weil fast nichts so klappt wie es soll. Schlafen, essen usw. funktionieren bei der Tagesmama ganz toll, zuhause ist aber nur Trotz und Maulen angesagt. Soll aber bei anderen Kindern auch so sein, sie reagieren ihren Frust abends ab… ich weiss nicht, ob es bei Zuhausekindern anders ist. Manchmal habe ich schon ein total schlechtes Gewissen, aber Hausfrau für drei Jahre wäre auch nichts für mich. Ich selbst habe übrigens im Kindergarten auch immer ganz toll aufgeräumt =)

  7. Den späten Nachmittagsschlaf haben wir seit dem Kiga wieder eingeführt. Wir haben aber eben nochmal recherchiert, das Verhalten in dem Alter scheint nicht außergewöhnlich zu sein. In anderen Foren wird das selbe Verhalten geschildert: kaum aus dem Kiga nachmittags zu Hause, wird das Kind wild, ist schlecht gelaunt usw. Diese Schilderungen sind identisch mit unseren Erfahrungen. Hoffentlich ist das nur eine Phase, denn sie zerrt gewaltig an unseren Kräften. Vorhin haben wir ihn zu zweit bespasst. Das ging 15 Minuten gut, er lachte und alberte und dann legte er wieder die andere Platte auf. Wie aus dem nichts…
    Aber es beruhigend, wenn andere Etern das auch erleben.

  8. Ist eurer auch schon im Kiga? Ich sage aber auch schon, dass ich einen Vorzeige-Sohn außerhalb der Wohnung habe und einen anderen Sohn in der Wohnung. Er hat zwei Gesichter :-) Ich hoffe aber, dass sich sein momentanes Temperament irgendwann wieder legt. Denn mein Partner und ich sind ruheliebende, unsportliche Menschen, dass kann er nicht von uns haben :-)

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