Mir fehlen gerade die Worte. Gedanken jagen durch meinen Kopf und keinen kann ich auf Papier festhalten. Ich habe bis eben ein Buch gelesen, dass mich ungemein und zutiefst berührt hat. Ein Buch, welches ich mir mit diesem Titel und diesem Cover und diesem kurzen Klappentext nie gekauft hätte, wenn mich die Buchverkäuferin nicht so angeschaut hätte und gesagt hätte, dass es mir ganz bestimmt richtig gut gefallen wird. Ich habe noch scherzhafterweise geantwortet: “wenn es schlecht ist, dann bringe ich es zurück”. Wahnsinn, wie Menschen, denen man vorher noch nie begegnet ist, wie die andere Menschen einschätzen können. Und das nach nur einem kurzen Gespräch in dem ich erläuterte welches Buch mir zuletzt sehr gut gefallen hat und welches überhaupt nicht. Eins will ich vorweg nehmen, das Buch endet nicht so wie man es sich wünscht oder erwartet. Es läßt einen alleine, mit vielen Gedanken zurück…
Eine minimalistische, quicklebendige Liebesgeschichte. Die Frühromantiker hätten an diesem Liebesballett ihre Freude gehabt, zweifach: Erstens durchleben die beiden alle Farben und Töne der guten alten romantischen Sehnsucht, die aufblüht, indem sie sich aufzehrt. Und zweitens tun sie es mit genau dem Witz, der den Romantikern so wichtig war …
Schon mal Angst gehabt, dass sich in eine sehr private E-Mail ein klitzekleiner Fehler einschleicht – und plötzlich ein völlig Fremder die Nachricht bekommt? Emmi Rothner passiert das genaue Gegenteil. Eigentlich will sie nur ein Zeitschriftenabo kündigen. Doch durch einen Tippfehler landet die E-Mail bei Leo Leike, und zwischen den beiden entflammt ein zunächst zaghafter, mit der Zeit immer leidenschaftlicher Onlineflirt. Daniel Glattauer erfasst mit “Gut gegen Nordwind” den besonderen Zauber, den der Briefwechsel mit einer fremden Person auslösen kann, die reizvolle Mischung aus totaler Distanz und unverbindlicher Intimität.
PS: Ich darf an dieser Stelle veraten, dass ich vor ein paar Jahren eine sehr ähnliche Geschichte persönlich erlebt habe. Doch das ist ein geschützter Eintrag, wenn ich die Geschichte jemals aufschreiben sollte.


Liebe Jana,
ich habe das Buch auch quasi in einem Zug gelesen, so fesselnd war es. Vielleicht weißt Du es schon, vielleicht aber auch noch nicht: jetzt geht es weiter mit Emmi und Leo. Das neue Buch heißt “Alle sieben Wellen”. Ob es allerdings so gut ist wie das erste, weiß ich nicht. Habs selbst noch nicht gelesen. Werde es aber sicher noch tun…
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Nein, das habe ich nicht gewusst. Habe mir das Buch aber auch erst am Sa gekauft. Das Problem ist nur, dass die Messlatte jetzt ganz schön hoch liegt und von einem 2. Teil wird man meistens enttäuscht…
Nachtrag: Es ist schon als Hardcover erschienen, aber so wie ich es geahnt habe, wird es nicht so gut bewertet. Mal sehen, wenn es als Taschenbuch erscheint, werde ich mir wahrscheinlich kaufen..