Mein Traum-Grundstück-mit-Haus

Ich habe mal wieder einen “Nostalgischen”, so würde man in meiner Heimat sagen. Tatsächlich ist es so, dass ich nach wie vor entweder von meinem Seegrundstück in Kanada träume oder von unserem “fast” erworbenen 5000m² Streuobstwiese-Bau-Grundstück am Fuße des Thüringer Waldes. Die letzten Tage habe ich sehr oft an “unser” Grundstück denken müssen. Im Jahr 2005 hätten wir es fast gekauft, bis, ja bis ich beruflich nach Leipzig zwangsversetzt wurde. Da mein Partner und ich trotz aller Träume sehr realistisch sind, vor allem was das Finanzielle/Berufliche betrifft, sind wir vom Vorvertrag zurück getreten. Zwischenzeitlich hatten wir zwar überlegt, es trotzdem zu kaufen und das ich dann 4 Tage die Woche pendle. Doch wenn man ein Haus mit sehr viel Eigenleistung bauen will, ist das Utopisch. Das tut bis heute weh. Es war mein Traumgrundstück. Wie ich schon schrieb, 5000m² groß, davon 1000m² Bauland, der Rest Wiese. Das Grundstück hat an einem Hang gelegen und am oberen Ende war ein großer Wald.

traumgrundstueck

Blick auf den Großen Inselsberg

Wenn man dort stand, hatte man den schönsten Blick aufs Grundstück und auf den Großen Inselsberg. Auf dem Grundstück standen sehr viele Obstbäume: über Kirschen, Äpfel, Birnen, Pflaumen und Walnüssen war alles vertreten. Am oberen Ende war nur Wiese. Naturwiese mit wilden Erdbeeren, Schlüsselblumen. Im Geiste habe ich schon unsere Meerschweine und zwei Alpacas grasen sehen. Dazu ein langersehnter Hund, ein paar Kaninchen, ein paar Schneckenenten (auf deutsch: Indische Langhalsente), so ein richtiger kleiner Zoo.

Aber noch schöner waren die Planungen vom Haus: ein Holzhaus im Kanadischem/Skandinavischem Stil, in rot oder blau gestrichen, mit weißen Fenstern, ein Solardach, eine Erdwärmeheizung und weil es keinen Anschluss an eine öffentliche Kanalisation gab, eine biologische Kläranlage inkl. Teich am Haus. Platz wäre ja genug gewesen. Im Haus eine riesige Wohnküche mit Kochinsel und offenen Kamin, eine kleine Sauna, eine zentrale Staubsaugeranlage, ein großes Bad mit offener Dusche, eine richtige Vorratskammer und und… drei bis vier zusätzliche Zimmer mehr waren auch in Planung, da ich gerne ein kleines englisches B&B betrieben hätte.

Heute weiß ich, dass wir uns das nicht mehr leisten können. Dafür sind die Baupreise einfach zu teuer geworden und mein Gehalt stagniert seit Jahren. Mein Partner verdient als Selbstständiger einfach zu unregelmäßig und da wir keine Oma haben, die für uns bürgt, würden wir wahrscheinlich auch heute nicht mehr den Kredit bekommen, den wir ausgehandelt hatten. Wir hatten einen Festzins von 3,5% auf 30 Jahre verhandelt, ich weiß gar nicht, ob das heute noch gehen würde. Wir haben einfach den Sprung auf den Zug verpaßt und heute wäre ich noch ängstlicher, so einen hohen Kredit aufzunehmen. Wer weiß, wohin ich das nächste Mal beruflich versetzt werde…

Wie sagt man in meiner Heimat: “Träume sind Schäume”. Wie wahr.

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Autor: Jana

Hallo, ich heiße Jana. Ich liebe das bloggen und die Fotografie ist meine größte Leidenschaft. Ich freue mich auf deinen Kommentar!

4 Kommentare

  1. Hach ja, da träumt noch jemand – allerdings von einem alten Haus mit richtig schönen Kachelöfen, Holzverkleidung oder die Cotta-Villa, das wäre was standesgemäßes (und die ist auch gerade zu haben) – hmm. Aber was bringt die nahe Zukunft, das ist viel zu ungewiss.
    Aber träumen ist erlaubt!

  2. Pingback: Werbekommentare « Gustav’s World

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