Es ist schon wieder soweit. Politiker reden sich jetzt schon im TV um Kopf und Kragen, nur damit sie im Herbst ihren Diätenposten behalten. Ich persönlich finde das ganz grausam, das mir in den nächsten Monaten mein heißgeliebter Rosamundepilcher-Sonntag durch den vielen Wahlkampfstress versaut wird. Ich bin mit fast 33 Jahren wirklich Politikmüde. Immer dieselben Eierköpfe, die uns Bürger für dumm und unmündig erklären. Ich gebe zu, dass ich eine Nichtwählerin bin. Doch würde ich das gerne ändern, weil ich mich nicht mehr von diesen (teilweise alterssenilen Rentnern) regieren lassen will.
Doch wenn soll ich wählen?
Eine SPD, deren Vizekanzler deutsche Bürger in Guantánamo verrotten lässt und dann nichts davon gewusst haben soll oder einen Ex-Kanzler, der mit den Russen Wodka säuft und unsere Energiekosten in die Höhe treibt?
Eine CDU, die Mitglieder hat, die Bücher über “mehr Kapitalismus wagen” schreiben, ihre Nebenposten mit horrenden Gehältern aber nicht veröffentlichen und dann dagegen klagen wollen? Eine FDP, die sich nur durch eine männliche Person definiert, bei der mir immer ganz warm wird, weil ich sein Geseiere nicht mehr hören kann.
Die Grünen, die ihre grüne seriöse Identität verloren haben? Zwar ist der steinewerfende Ex-Außenminister nicht mehr da, aber der Rest der Mannschaft ist wirklich nicht mehr ernst zu nehmen, vor allem wenn sie ihren eigenen Ideale für die Atomlobby und anderen Umweltmissachtenen Lobbyisten verraten.
Dann gibt es noch die Linken. Politisch stehe ich denen noch am nächsten. Ihre zwei Hauptdarsteller höre ich gerne reden, aber mehr aus dem Grund, weil sie das mit einem mir sehr angenehmen Humor und einer Portion Sarkasmus tun. Trotzdem mag ich sie nicht wählen gehen, weil Beispiele in ostdeutschen Landtagen es gezeigt haben, dass sie nicht viel besser als CDU, SPD & Co sind.
Was bleibt mir jetzt noch? Die Biertrinker-Union? Die Rech.ten? Gott bewahre, nein. Die Grauen Panther? Oder was gibt es sonst noch in Deutschland?
Wenn wir hier bei “wünsch dir was” wären, würde ich mir gerne einen deutschen Obama wünschen. Eine Person, bei der man es annimmt, das sie das umsetzt was sie verspricht, die noch weiß, wie es Menschen mit Hartz4 geht, die dem Mittelstand (zu dem ich mich auch zähle) wieder eine Perspektive gibt und den Lobbyisten in unserem Land den Stinkefinger zeigt und sich von denen nicht kaufen lässt. Wo bist du, Herr oder Frau Obama?
Vielleicht sollten wir Herrn Bohlen auffordern, eine Sendung zu machen, in dem es heißt “DseB” (Deutschland sucht einen Bundeskanzler) Vielleicht bewerbe ich mich ja. Was Paris kann, kann ich auch… haha
PS: Wer wissen will, was unsere Politiker und Abgeordnete so tun, kann hier nachschauen und selber Fragen stellen und hoffen eine Antwort zu bekommen. In meinem Wahlkreis ist sich die Abgeordnete der CDU wohl zu fein dazu, denn sie antwortet leider nicht auf die sehr interessanten Fragen. Das wäre doch schon ein Grund, sie abzuwählen oder?

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