ich bin wieder da, online so zusagen. Die Woche war sehr hart und ich brauchte eine PC freie Woche. Mein Arm und meine Schulter sind wieder besser geworden. Jeden Tag habe ich sie viel eingecremt und möglichst wenig belastet. Jetzt geht es wieder, aber ich muss aufpassen.
Neben den Schulterschmerzen war die letzte und diese Woche mit Stillproblemen flankiert. Bis vor etlichen Wochen hat Gustav nur 1-2 in der Nacht getrunken. Doch seit seinem letzten Wachstumsschub hat sich das auf 4-5 Mal die Nacht erhöht. Ich bin die letzte Woche ganz schön auf dem Zahnfleisch gekrochen, weil ich einfach nicht mehr konnte. Das viel Stillen hat mir nicht nur den Schlaf geraubt, ich hatte auch meine fünf Sinne nicht mehr bei mir. Ich kann mir einfach nichts merken und irgendwie fühle ich mich ausgelaugt.
Ich hatte dann gelesen, dass das viele Stillen eine reine Gewohnheit wird und das Baby es von der Nahrung her nicht braucht. In dem Artikel stand geschrieben, wenn das Baby in der Nacht mehrmals aufwacht, dass man es nicht sofort anlegen sondern nur beruhigen soll. Gesagt getan: es war eine Katastrophe. Gustav hat vorletzte Nacht 1 1/2 Stunden geschrien, dass ich ihn am Ende doch wieder gestillt habe. In den Gesprächen mit meinen Mamakolleginnen kam dann der Hinweis, dass ich ihn nicht beruhigen soll, sondern der Papa. Er würde nämlich nicht nach Milch riechen.
Unseren Schlafrythmus haben wir auch leicht verändert. Gustav geht seit einer Woche eine halbe Stunde früher ins Bett, d.h. um 19:00 Uhr.
Und was war letzte Nacht? Gar nichts, er hat seit Wochen zum ersten Mal von um 22:00 Uhr bis 5:30 Uhr durchgeschlafen. Wahrscheinlich hat er mitbekommen, dass es mir nicht so gut ging und wollte mir mal wieder eine Nacht gönnen. Das Problem war aber auch, dadurch, dass ich vorletzte Nacht weniger gestillt habe, waren gestern Abend meine Brüste heiß und schmerzend. Ich hatte wieder soviel produziert, weil mein Körper es ja gewöhnt ist, dass er zurzeit nachts soviel trinken möchte. Meine Kinderärztin (ich war nämlich gestern zur 2. Pneumokokken – Impfung) ist der Meinung, dass es an den Zähnen liegt. Sie meint, dass viele stillen würde ihn bei seinen Zahnungsschmerzen beruhigen.
Jetzt bin ich gespannt, was diese Nacht passiert. Bitte lass ihn wieder schlafen….


Ohweh, da hat dich ja Gustav ganz schön gequält. Ich gebe übrigens deiner Kinderärztin Recht. Wenn die Zähne kommen dann ist nuckeln, kauen etc. ideal um den Kiefer zu entlasten. Nimmt den Druckschmerz. Da hilft dann auch nicht, wenn der Papa beruhigt, weil der Schmerz ja bleibt. Es wird übrigens auch nicht zur schlechten Gewohnheit. Bei uns hat die längste “Nachts-Dauernuckeln”-Phase 2 Wochen angedauert. Immer 20 Minuten Schlafen 10 Minuten nuckeln. Ist die Brust rausgeflutscht war er direkt wach. 12-16 mal war ich in den Nächten wach. Dann schlief er plötzlich wieder 4 Std. ohne mich zu brauchen und ein paar Tage danach lugte der siebte Zahn raus. Wir hatten jetzt auch wieder zwei schlimme Nächte und vergangene Nacht hat er mich 5 Std. am Stück schlafen lassen. Es wäre wohl noch länger geworden wenn der Wecker nicht geklingelt hätte.
Ich dachte aber auch erst, das kann doch nicht normal sein. Seit ich “In Liebe wachsen” lese, verstehe ich meinen Zwerg wesentlich besser und versuche, die Welt mit seinen Augen zu sehen. “Schlafen und Wachen” soll auch gut sein. Auf jedenfall sind unsere Kinder genauso normal wie die anderen 75% die mit 6 Monaten nicht durchschlafen. :D
Liebe Grüße von Conny
Und wie war die Nacht??
Die Nacht war ok, nur 3 mal trinken, dazwischen aber knapp 5 Stunden Schlaf am Stück.